Gemeinnützige zu Sparpaket: Kaufoptionswohnungen könnten teurer werden

Wien (OTS) - Die gemeinnützige Wohnungswirtschaft unterstützt das von der Bundesregierung proklamierte Ziel eines sozial ausgewogenen Sparpakets, zu dessen Gelingen alle Gesellschaftsgruppen kraft ihrer Möglichkeiten einen Beitrag leisten sollen. So auch der Immobiliensektor. Zurückhaltend stehen die Gemeinnützigen hier allerdings den geplanten Änderungen beim Vorsteuerabzug bei der Errichtung von Gebäuden gegenüber.

Nach der derzeitigen, noch näheren Details harrenden, Informationslage ist eine Verlängerung des Verrechnungszeitraumes für die Vorsteuerrückzahlung (derzeit 10 Jahre) vorgesehen. Karl Wurm, Obmann des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen: "Davon betroffen sein könnten auch die Kaufoptionswohnungen im gemeinnützigen Wohnbausektor". Bisher konnte eine Mietwohnung nach 10 Jahren ohne Rückzahlung von Umsatzsteuer verkauft werden. Wurm: "Wird der Vorsteuerberechtigungszeitraum, wie im 'Konsolidierungspaket' angeführt, nun verlängert, schlägt sich die daraus resultierende teilweise Rückzahlung der Umsatzsteuer entweder in einem entsprechend höheren Kaufpreis nieder oder wäre von der Bauvereinigung zutragen, was zu Lasten der immer wichtiger werdenden Eigenkapitalausstattung der Gemeinnützigen gehen würde." Ohne Übergangsfristen wären davon jährlich rd. 2.300 Wohnungen betroffen. Bei einer angenommenen Verlängerung des Verrechnungszeitraumes auf 20 Jahre handelt es sich dabei um rd. 10.000 bis 15.000 Euro, um die eine durchschnittlich große Wohnung teurer werden würde. "Die Umsetzung des Kaufoptionsmodells würde durch die geplante Änderung im Vorsteuerbereich jedenfalls erschwert werden", so der GBV-Obmann abschließend.

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Mag. Karl Wurm
GEWOG/Neue Heimat
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