Grüne Leopoldstadt: Unterschriftenaktion gegen Postamtsschließungen in der Leopoldstadt

Lichtenegger: "Dezentrale Postämter sind wichtig für eine funktionierende Nahversorgung"

Wien (OTS) - Die Post AG will in der Leopoldstadt die Postämter Krummbaumgasse 2-4, Engerthstraße 191 und Wehlistraße 309 schließen. Stattdessen sollen Postschalter in den Bawag-Filialen in der Taborstraße, in der Lassallestraße und im neuen ÖGB-Hauptquartier eingerichtet werden. "Dagegen protestieren die Leopoldstädter Grünen gemeinsam mit zwei BürgerInneninitiativen", so Uschi Lichtenegger, Klubobfrau der Grünen Leopoldstadt.

"Wir haben im Herbst eine Unterschriftenaktion gestartet und sowohl am Karmelitermarkt als auch im Internet Unterschriften gegen die Schließung gesammelt", so Lichtenegger. Gemeinsam mit privaten, unabhängigen BürgerInneninitiativen wurden über 3.000 Unterschriften gesammelt. Diese Unterschriften hat die Grüne Nationalrats-Abgeordnete Gabriela Moser heute der zuständigen Verkehrministerin Doris Bures überreicht. "Wir erwarten uns von Ministerin Bures, dass sie die Befürchtungen von über 3.000 Leopoldstädtern und Leopoldstädterinnen ernst nimmt und in Verhandlungen mit der Post AG die geplanten Schließungen verhindert", so Lichtenegger weiter.

In den Postämtern in der Krummbaumgasse und in der Engerthstraße bilden sich bereits jetzt lange Warteschlangen vor den Schaltern. "Wir befürchten, dass dies in einer Bankfiliale noch ärger wird. Es ist fraglich, ob die Bankfilialen wegen den Postschaltern nun länger offen haben werden. Zusätzlich ist die Bawag-Filiale in der Taborstraße 37 wegen der Stiegen vor dem Eingang nicht barrierefrei", so Lichtenegger. Beide Postämter liegen sehr zentral in den Wohngebieten Karmeliterviertel bzw. dem Stuwerviertel. Die geplanten Ersatzstandorte liegen nur am Rande dieser Grätzel. Dadurch verlängern sich die Wege zum Postamt für die meisten BewohnerInnen. Das bedeutet v.a. für ältere Menschen Verschlechterungen.

"Wir betrachten diese Schließungsabsichten kritisch und als weiteren Schlag gegen eine funktionierende Nahversorgung im Bezirk. Das Konzept der kurzen Wege in der Stadt erleidet dadurch einen Rückschlag. Im Karmeliterviertel kommt noch dazu, dass das Postamt ein wichtiges Element des Grätzelzentrums Karmelitermarkt darstellt. Wird das Postamt geschlossen, so hat dies auch negative Auswirkungen auf die Attraktivität des Karmelitermarkts", erklärt Lichtenegger abschließend.

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