- 09.02.2012, 12:16:57
- /
- OTS0117 OTW0117
Karlheinz Töchterle: Der heimische Hochschul- und Forschungsraum wird immer internationaler
Wissenschafts- und Forschungsminister zu Internationalisierung und Mobilität im österreichischen Hochschulraum - Donauraumpreis "Danubius-Award" wird heuer erstmals verliehen

Wien (OTS) - "Internationalisierung ist ein zentrales Kennzeichen
der Universitäten seit ihren Anfängen und der heimische Hochschul-
und Forschungsraum wird immer internationaler", so Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle mit Verweis auf die
steigenden Mobilität bei Studierenden, Lehrenden und Forschenden, die
Internationalisierungsstrategien der Universitäten und die Teilnahme
an EU-Bildungsprogrammen und EU-Rahmenprogrammen. In einem
gemeinsamen Pressegespräch mit ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR
Mag. Katharina Cortolezis-Schlager informierte der Minister über
Internationalisierung und Mobilität im österreichischen Hochschulraum
sowie über Schwerpunkte, die in diesem Bereich im Zuge des
Hochschulplans im Fokus stehen. Unter anderem soll der Schwerpunkt
auf Internationalisierungsstrategien an allen Universitäten, die
Beteiligung an großen europäischen bzw. internationalen Initiativen,
Projekten und Netzwerken sowie die Mobilität gelegt werden.
"Wissenschaft und Forschung leben von Austausch", so der Minister
weiter. Die Zahl ausländischer Studierender, die im Rahmen von
Mobilitätsprogrammen nach Österreich kommen, hat sich seit 2001
verdoppelt und liegt derzeit bei rund 7.400 Studierenden jährlich,
zwei Drittel davon im Rahmen von Erasmus. Die Zahl der
österreichischen Studierenden, die mit Erasmus ins Ausland gehen,
steigt ebenso: Im Studienjahr 2010/11 absolvierten rund 6.000
Studierende einen Auslandaufenthalt im Rahmen eines internationalen
Mobilitätsprogramms. Das beliebteste Zielland war dabei Spanien,
gefolgt von Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Schweden und
Italien. Bisher haben rund 65.000 Österreicher/innen am
Erasmus-Austauschprogramm teilgenommen. Österreich ist (neben
Liechtenstein und Griechenland) im Erasmus-Programm das Land mit der
größten Ausgewogenheit zwischen Incoming- und Outgoing-Studierenden.
Weiteres Thema der Pressekonferenz war der Bologna-Prozess. Die
ursprünglichen Kernthemen des Bologna-Prozesses - Beseitigung von
Mobilitätshindernissen für Studierende und Lehrende, vergleichbare
Abschlüsse, dreistufiges Studiensystem mit Bachelor- und
Masterabschluss und mindestens dreijährigem Doktorat, ECTS - wurden
in den vergangenen Jahren sukzessive um weitere Themenbereiche wie
z.B. Qualitätssicherung, Modularisierung, Joint Degree-Programme,
lebensbegleitendes Lernen, Employability, die Nationalen
Qualifikationsrahmen oder studierendenzentriertes Lernen erweitert.
Auch in den Leistungsvereinbarungen wurden gezielt Vorhaben und Ziele
zur Bologna-Umsetzung mit den Universitäten vereinbart. Im
europäischen Vergleich kann Österreich mit seinen Erfolgen bei der
Umsetzung vieler Bologna-Ziele bestens bestehen. In bestimmten
Bereichen herrscht jedoch noch Reformbedarf (bspw. bei der
Durchlässigkeit zwischen Hochschulen).
"Der Donauraum ist für heimische Hochschulen sehr attraktiv", so der
Minister weiter, besonders die Universität für Bodenkultur (BOKU)
betreibt entsprechend ihrer Internationalisierungsstrategie eine sehr
aktive institutionelle Kooperationspolitik mit Schwerpunkt Mittel-,
Ost- und Südosteuropa. Die BOKU hat derzeit auch die Präsidentschaft
der Donaurektorenkonferenz inne, die sie aktiv zum weiteren Ausbau
der Kooperation im Donauraum nutzt. Im Hinblick auf das Engagement
des Ressorts betreffend EU-Donauraumstrategie wurde seitens des
BMWF der Donauraumpreis "Danubius-Award" geschaffen. Der Award wird
ab 2012 vom BMWF in Kooperation mit IDM/BOKU jährlich für
hervorragende wissenschaftliche Leistungen mit Bezug zum Donauraum
abwechselnd in den Bereichen Geistes-, Sozial- und
Kulturwissenschaften und Life Sciences verliehen. Das Preisgeld
beträgt 7.200 Euro, die Verleihung findet am 5. März statt.
Ebenso ging der Minister auf das derzeit laufende 7.
EU-Rahmenprogramm (2007 bis 2013) ein, das mit einem Gesamtbudget von
50,5 Mrd. Euro das weltweit größte transnationale
Forschungsförderprogramm ist. Österreichische Forschende konnten ihre
Teilnahme an den EU-Rahmenprogrammen kontinuierlich ausbauen. Die
österreichische Rückflussquote liegt bei rund 125% - diese Quote gilt
es auch im Nachfolgeprogramm "Horizon 2020", das derzeit gerade
diskutiert wird, zu halten bzw. sogar noch auszubauen. Auch bei der
Einwerbung von ERC-Grants (der Europäische Forschungsrat vergibt
"Advanced Grants" für etablierte Forschende und "Starting Grants" für
Nachwuchswissenschaftler/innen) sind Wissenschaftler/innen in
Österreich erfolgreich: An österreichischen Forschungseinrichtungen
wurden seit 2007 mehr als 60 Forschungsprojekte bewilligt.
Österreichische Institutionen liegen damit im europäischen
Mittelfeld. Sie weisen jedoch mit 13,2% eine überdurchschnittlich
hohe Bewilligungsquote (Bewilligungsquote gesamt = 9,6%) auf.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Grabenweger Tel.: +43 1 531 20-9014 mailto: [email protected] www.bmwf.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWF






