Neues Volksblatt: "Den Marsch blasen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 8. Februar 2012

Linz (OTS) - Es ist ja direkt ein Glück für SPÖ-Chef und Bundeskanzler Werner Faymann, dass der steirische Landeshauptmann Franz Voves seit geraumer Zeit den Hut des gnadenlosen Reformers auf hat. Denn so konnte er gar nicht anders, als ebenso wie Landeshauptmann Josef Pühringer darzustellen, dass die Länder in Sachen Sparpaket weder Verhinderer noch Blockierer sind, sondern den ihnen möglichen Beitrag leisten werden. Im Chor der Widerständler sind das wichtige Stimmen - ob sie die Zweifler übertönen, sprich überzeugen werden, muss sich aber weisen. Wenn das angebliche SPÖ-Mastermind Michael Häupl noch "jede Menge Diskussionsbedarf im Zusammenhang mit diesem Konsolidierungspaket" ortet, dann klingt das nicht sehr verheißungsvoll.
Aber es verdeutlicht genau diese stimmungsmäßige Gemengelage, die rund ums Sparpaket herrscht. Während ein optimistischer ÖVP-Chef am Wochenende nur noch "Abstimmungsbedarf bei den Details" sah, sehen andere die Verhandlungen offenbar noch bei Adam und Eva. Woher insbesondere in der linken Reichshälfte dieser strukturelle Pessimismus rührt, ist schwer erklärbar, aber er ist da. Abwehrhaltung statt Mutinjektion, Zögern und Zaudern statt Anpacken:
diese Alternativen sollten sich eigentlich gar nicht stellen. Vielleicht sollte der bekannt musikalische Voves seinen Genossen den Marsch blasen.

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