"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "KHG reif fürs Gericht"

In der Schwiegermutter-Falle? Das letzte Wort soll endlich die Justiz sprechen.

Wien (OTS) - KHG war von Anfang an ein Opfer. Der Crash 2008 trieb auch hierzulande ein Finanz-Unternehmen Richtung Abgrund. Als Ermittler in der Constantia-Affäre die Buchhaltung durchwühlten, flogen ein paar Grasser-Freunderln auf, die beim BUWOG-Deal eine Zehn-Millionen-Provision einstreiften. Grasser gab und gibt sich "supersauber". Dass Meischberger & Co hinter seinem Rücken daran verdient haben, ärgere ihn maßlos. Freilich nicht derart, dass er mit ihnen bricht. Dem einen gab er ("Wo woar mei Leistung?")nach wie vor gute Tipps. Mit dem anderen suchte er weiter Geschäfte zu machen. Eine profil-Enthüllung rückt Grassers Geldkarussell neuerlich ins Zwielicht: Seine Schwiegermutter ließ die Steuerbehörde wissen, sie habe "wirtschaftlich" nichts mit jenem Konto zu tun, über das Grasser für sie einen Anlagedeal abgewickelt haben will. Ein beweiskräftiges Indiz, dass er doch als Finanzminister höchstpersönlich bei einem Deal der Kärntner Hypo mitgeschnitten hat? KHG bleibt ein Opfer: Alles nur "eine Hetzkampagne". Der Fall Grasser ist seit Herbst 2009 justizanhängig. Es ist hoch an der Zeit, dass sich ein unabhängiger Richter der Causa annimmt: Um endlich die vielen Indizien zu bewerten und alle Zeugen unter Wahrheitspflicht einzuvernehmen - bis hin zur ominösen Schwiegermutter.

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