Safer Internet Day: Prammer lädt Jugendliche ins Hohe Haus Diskussion mit Politikern über Probleme im digitalen Alltag

Wien (PK) - Anlässlich des "Safer Internet Day" fanden heute Vormittag auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Workshops mit 30 Jugendlichen aus ganz Österreich statt, die dabei die Möglichkeit hatten, mit Politikern über ihren digitalen Alltag rund um Internet, Handy & Co zu reden und ihre politischen Anliegen zu formulieren. In Zusammenarbeit mit den Abgeordneten Johann Maier, (S), Tanja Windbüchler-Souschill (G) sowie Bundesrätin Muna Duzdar (S) befassten sich die Jugendlichen vor allem mit den Bereichen Datenschutz und Privatsphäre, Cyber-Mobbing, Kostenfallen, Cybercrime und Urheberrecht. Sie freue sich, dass der Aktionstag zum Thema Internet heuer zum ersten Mal im Hohen Haus gastiere und dass sich die Jugendlichen so intensiv mit dieser Thematik befassen, erklärte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in der anschließenden Pressekonferenz. Generell sei es ihr im Sinne einer lebendigen Demokratie sehr wichtig, einen regen Austausch mit jungen Menschen zu pflegen, was z.B. auch durch die Abhaltung des Jugendparlaments oder die Einrichtung der Demokratiewerkstatt zum Ausdruck komme.

Der Vorsitzende des Datenschutzrats, Abgeordneter Johann Maier, sprach zunächst den Jugendlichen ein großes Kompliment für ihr Engagement aus und versprach, einige wichtige Anregungen in seine politische Arbeit mitzunehmen. Einen absoluten Nachholbedarf sehe er im Bereich der Medienpädagogik, die gefordert sei, über die Vorteile und Risiken der neuen Medien besser zu informieren und zu sensibilisieren. Was die Frage der so genannten "Internet-Abzocke" betrifft, so hoffe er, dass die EU-Regelung bezüglich der Button-Lösung bald auf nationaler Ebene umgesetzt wird. Im Zusammenhang mit Cybercrime-Aktivitäten wünschte sich Maier, dass ein Strafbegriff für den "Identitätsdiebstahl" gefunden wird, da etwa immer mehr gefälschte Webseiten auftauchen. Außerdem sollte nach Auffassung des S-Abgeordneten die Bevölkerung besser über die Auswirkungen des ACTA-Vertrags ("Anti-Piraterie-Abkommen") informiert werden.

Der von der Europäischen Kommission initiierte internationale Aktionstag, an dem sich bereits über 70 Länder beteiligen, wird heuer bereits zum neunten Mal durchgeführt und stand dieses Jahr unter dem Motto "Gemeinsam die Online-Welt entdecken - aber sicher", erläuterte der Koordinator von Saferinternet.at und Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT), Bernhard Jungwirth. Beim Safer Internet Day gehe es vor allem darum, das öffentliche Bewusstsein für das Thema "sichere und verantwortungsvolle Internetnutzung" zu fördern und ein aktives Mitwirken von Institutionen, Organisationen, Verbänden, Unternehmen, Initiativen und Privatpersonen für mehr Medienkompetenz und Sicherheit im Netz anzuregen. In diesem Jahr liege der Schwerpunkt auf dem generationenübergreifenden Austausch, dem Mit- und Voneinanderlernen, unterstrich Jungwirth, wodurch auch die heutige Veranstaltung im Parlament geprägt war.

Im Rahmen des Pressegesprächs präsentierten auch einige Vertreter der Jugendlichen die Ergebnisse der Workshops und wiesen vor allem auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung der neuen Medien in den einzelnen Schulen in Österreich hin. Hier wünschten sie sich einheitlichere Standards, damit alle die gleichen Bedingungen haben. Für wichtig erachteten sie auch, dass der richtige Umgang mit dem Internet im Unterricht vermittelt und über die Vorteile und Risiken sowie über die Gefahren der Preisgabe von privaten Informationen diskutiert wird. Angesichts des großen Informationsangebots im Netz sei es auch unerlässlich, zu lernen, wie man richtig recherchiert und wie man die gefundenen Resultate bewertet.

Safer Internet in Österreich

Die EU-Initiative Saferinternet.at unterstützt Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende bei der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von Internet, Handy & Co. Neben zahlreichen Veranstaltungen (über 1.000 Workshops und Vorträge pro Jahr) können bei dem in Österreich zuständigen Verein, der beim ÖIAT angesiedelt ist, auch kostenlose Unterrichtspakete, Elternratgeber und Broschüren bezogen werden. Umfassende Informationsangebote finden sich zudem auf www.saferinternet.at und www.handywissen.at. (Schluss)

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