MediaWatch / APA-OTS Politikportalanalyse

H.C. Strache vergleicht Judenverfolgung mit WKR-Demo

Wien (OTS) - Das Wiener MediaWatch Institut erstellt im Auftrag
von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (27. Jänner bis 02. Februar 2012) belegt FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache Rang eins. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) positioniert sich auf Platz zwei, Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) folgt auf dem dritten Platz.

In Reaktion auf die im Rahmen des WKR-Balls getätigten Vergleiche von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (Rang eins, 1015 Nennungen) zur Judenverfolgung und der sogenannten "Reichskristallnacht", kündigt Bundespräsident Heinz Fischer (Rang fünf, 197 Nennungen) an, das Große Goldene Ehrenzeichen mit Stern vorerst nicht an H.C. Strache zu verleihen. Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger, ÖVP (Rang drei, 275 Nennungen) fordert eine Entschuldigung von Strache für dessen Aussagen ein, schließt aber eine Koalition mit der FPÖ weiterhin nicht aus. Aus der Sicht von Laura Rudas, SPÖ (Platz 20, 76 Nennungen) propagiert H.C. Strache ein absurdes Geschichtsbild. Für die Obfrau der Grünen, Eva Glawischnig-Piesczek (Rang vier, 219 Nennungen) hat H.C. Strache jegliche Legitimation als Politiker verloren.

Innerparteilich ist Glawischnig-Piesczek mit Kritik durch den Tiroler Grün-Abgeordneten Gebhard Mair (Rang sieben, 130 Nennungen) konfrontiert, der sich nach den Nationalratswahlen 2013 einen frischen Wind an der Spitze der Partei wünscht.

Bundeskanzler Werner Faymann, SPÖ (Rang zwei, 464 Nennungen) geht auf Distanz gegenüber der Idee der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel bezüglich eines Sparkommissars für das angeschlagene Griechenland. Er poche zwar darauf den Sparkurs weiterzugehen, könne aber mit Ausdrücken wie Aufpasser für Griechenland nichts anfangen.

Innenpolitisch treten die Budgetverhandlungen der Regierung in die entscheidende Phase. Bundeskanzler Faymann stellt fest, dass ein Scheitern der Verhandlungen nicht zu befürchten sei. Laut Vizekanzler Spindelegger wird ideologisch motiviert versucht die Strukturmaßnahmen zu verwässern. Er richtet daher einen dramatischen Spar-Appell an die Verantwortlichen im Reformeifer nicht nachzulassen.

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, ÖVP (Platz sechs, 158 Nennungen) präsentiert ein neues Modell der Bürgerbeteiligung in Graz. 120.000 Haushalte erhalten per Postwurf fünf Fragen zugestellt, die jeweils mit Ja oder Nein zu beantworten sind und Themen wie weitere Bürgerbefragungen, das Murkraftwerk Puntigam, oder das von Nagl vorgeschlagene verpflichtende Sozialjahr betreffen.

Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Eva Glawischnig-Piesczek, Grüne (Rang vier, 219 Nennungen); Siegfried Nagl, ÖVP (Rang sechs, 158 Nennung); Gebhard Mair (Rang sieben, 130 Nennungen); Alois Stöger, SPÖ (Rang 14, 93 Nennungen); Peter Pilz, Grüne (Rang 19, 76 Nennungen); Laura Rudas, SPÖ (Rang 20, 76 Nennungen); Beate Palfrader, ÖVP (Rang 23, 75 Nennungen); Günther Kräuter, SPÖ (Rang 24, 72 Nennungen); Karlheinz Töchterle, parteifrei (Rang 25, 71 Nennungen); Martin Graf, FPÖ (Rang 27, 67 Nennungen); Hermann Schützenhöfer (Rang 28, 65 Nennungen); Georg Willi (Rang 29, 64 Nennungen) und Markus Wallner, ÖVP (Rang 30, 63 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking 13 Politikerinnen und Politiker der ÖVP und sieben der SPÖ. Die Grünen sind mit vier Politikern präsent, die FPÖ und das FPK mit jeweils zwei. Das BZÖ schafft im aktuellen Untersuchungszeitraum den Einzug in das Top-30 Ranking nicht.

Außerdem im Ranking: Bundespräsident Heinz Fischer, und der parteifreie Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Das Top 30-Ranking setzt sich gesamt aus sechs Politikerinnen und 24 Politikern zusammen.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/ranking/art/top/politik kostenlos abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Julia Wippersberg
Leiterin MediaWatch
Tel.: +43/1/360 60-5960
mailto: julia.wippersberg@apa-mediawatch.at
http://www.apa-mediawatch.at

APA - Austria Presse Agentur
Barbara Rauchwarter
Unternehmenssprecherin
Leiterin Marketing & Kommunikation
Tel.: +43/1/360 60-5700
E-Mail: barbara.rauchwarter@apa.at
http://www.apa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAW0002