Schwentner: Genitalverstümmelung mit allen Mitteln bekämpfen

Grüne fordern Verbesserung des Opferschutzes

Wien (OTS) - "Die Beschneidung von Mädchen ist eine schwere Körperverletzung und obendrein eine Verletzung der Menschenrechte. Diese barbarische Methode muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Nur durch mehr Aufklärung und Prävention in den betroffenen Gebieten, aber auch in Österreich, können die Opfer langfristig besser geschützt werden", sagt Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM).

Einer Studie der afrikanischen Frauenorganisation zu Folge leben in Österreich rund 8.000 Frauen und Mädchen, die von FGM betroffen sind. Auch jenen Frauen, die bereits Opfer dieser Menschenrechtsverletzung geworden sind, muss geholfen werden: "Betroffene von Genitalverstümmelung leiden ihr ganzes Leben lang darunter. Für diese Frauen muss es eine entsprechende psycho-soziale und medizinische Betreuung in Österreich geben", sagt Schwentner.

Vor allem LehrerInnen, ÄrztInnen und SozialarbeiterInnen sollten zum Thema Genitalverstümmelung gezielt geschult werden. Die Förderung von Sensibilisierungsarbeit und Aufklärung über die gravierenden medizinischen und psychischen Folgen von Genitalbeschneidung ist unbedingt notwendig. "Der Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung muss im Vordergrund stehen. Das gilt auch dann, wenn von Genitalverstümmelung bedrohte Frauen nach Österreich flüchten und hier um Asyl ansuchen", meint Schwentner.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002