AWD-Stellungnahme zum Urteil des OLG Wien vom 25. Jänner 2012

Wien (OTS) - Das Oberlandesgericht Wien hat mit seiner
Entscheidung in einem in mehrerer Hinsicht speziellen Fall entschieden, dabei der Berufung von AWD aber teilweise stattgegeben. Die besondere Einzelfallkonstellation zeigt sich nicht zuletzt darin, dass die Klage nicht im Zusammenhang mit den vom VKI gegen AWD angestrengten Sammelklagen steht und auch nicht in diesen verhandelt wurde. Der vom VKI stets wiederholte Vorwurf einer systematischen Fehlberatung wurde im gegenständlichen Fall seitens des Gerichts folgerichtig als unbeachtlich befunden.

Bis dato ist der VKI mit seinen gegen AWD geführten oder unterstützten Verfahren gerichtlich nicht durchgedrungen. Vielmehr wurde in diesen Verfahren keine Fehlberatung, ein (überwiegendes) Mitverschulden und/oder Verjährung der Ansprüche festgestellt. Auch daran zeigt sich, dass gegenständliche Causa einen Einzelfall betrifft und alles andere als einen typischen Prozessverlauf widerspiegelt. Obgleich das OLG Wien den Ersatzanspruch im Wesentlichen bestätigte, bleibt doch festzuhalten, dass der VKI mit seinem Klagebegehren abermals nicht gänzlich
durchgedrungen ist.

Die vom VKI stets wiederholte Kritik an der Verwendung von Gesprächsnotizen ist nicht nachvollziehbar, entspricht dies doch gesetzlichen Vorgaben.

Das Verfahren betraf eine Anlegerin, die in den Jahren 2005 bis 2007 verschiedene Aktien erworben hat. Die Anlegerin hat dabei weder Risikohinweise, noch die von ihr unterfertigten Unterlagen gelesen. Abweichend von der herrschenden Judikatur sind die Gerichte der Klage dennoch gefolgt. Der Fall unterscheidet sich sohin von den restlichen Verfahren nicht nur wegen des singulär gelagerten Sachverhalts, sondern insbesondere wegen der rechtlichen Beurteilung. Die Erhebung eines Rechtsmittels wird geprüft.

AWD hatte auf Grund der besonderen Konstellation in dieser Causa grundsätzliche Vergleichsbereitschaft gezeigt, die seitens des VKI aber abgelehnt wurde. Auch dieser Fall zeigt somit einmal mehr, dass der VKI nicht an einer sachgerechten und raschen Einzelfalllösung im Interesse der Anleger interessiert ist, sondern diese, wie auch in den Sammelklagen, aus nicht nachvollziehbaren Motiven verhindert.

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