JUGENDVERTRETUNG zum Tag gegen FGM: Aufklärung und Bildung weiter vorantreiben!

Aufklärungsoffensiven auch in Österreich notwendig.

Wien (OTS) - Am heutigen Tag gegen FGM (Female Genital Mutilation) macht die Bundesjugendvertretung (BJV) darauf aufmerksam, dass es auch in Österreich viele Opfer und von FGM gefährdete Mädchen und Frauen gibt: "Laut Schätzungen leben in Österreich etwa 6000 bis 8000 Opfer von FGM, außerdem sind auch immer wieder hier lebende Mädchen gefährdet. Deshalb sind Bildungs- und Aufklärungsmaßnahmen gefordert", so BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi.

Bei diesem Thema sei vor allem kultursensibler Umgang wichtig: "Um das Tabuthema aufzubrechen, muss mit Sensibilität vorgegangen werden. Auf keinen Fall darf es hier zu Pauschalverurteilungen kommen", betont El Batnigi.
Maßnahmen zur Bekämpfung von FGM müssen in mehrere Richtungen gehen, fordert die Vorsitzende: "Einerseits müssen Mädchen und junge Frauen in ihrem Selbstverständnis gestärkt werden, andererseits braucht es geschlechterspezifische Aufklärung bei den Eltern. Darüber hinaus müssen auch in Österreich Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sensibilisiert werden. Das heißt, das Thema FGM muss zu einem fixen Bestandteil in der Ausbildung von PädagogInnen, ÄrztInnen sowie Sozial- und JugendarbeiterInnen werden. Nur so kann wirksam gegen diese massive Menschenrechts- und Kinderrechtsverletzung angegangen werden!"

Die BJV macht darauf aufmerksam, dass Mädchen, die von FGM betroffen sind, ihr Leben lang nicht nur unter physischen sondern auch massiven psychischen Folgen zu leiden haben. "Diesen Mädchen muss Beratung und Hilfe angeboten werden. Organisationen, die sich mit dem Thema auseinander setzen, müssen auch von öffentlicher Hand ausreichend gefördert werden", so El Batnigi.
Abschließend unterstreicht die Vorsitzende die Bedeutung des 6. Februar als notwendiges Element, um das Tabuthema FGM an die Öffentlichkeit zu bringen.

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