- 06.02.2012, 11:33:58
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JUGENDVERTRETUNG zum Tag gegen FGM: Aufklärung und Bildung weiter vorantreiben!
Aufklärungsoffensiven auch in Österreich notwendig.
Wien (OTS) - Am heutigen Tag gegen FGM (Female Genital Mutilation)
macht die Bundesjugendvertretung (BJV) darauf aufmerksam, dass es
auch in Österreich viele Opfer und von FGM gefährdete Mädchen und
Frauen gibt: "Laut Schätzungen leben in Österreich etwa 6000 bis 8000
Opfer von FGM, außerdem sind auch immer wieder hier lebende Mädchen
gefährdet. Deshalb sind Bildungs- und Aufklärungsmaßnahmen
gefordert", so BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi.
Bei diesem Thema sei vor allem kultursensibler Umgang wichtig: "Um
das Tabuthema aufzubrechen, muss mit Sensibilität vorgegangen werden.
Auf keinen Fall darf es hier zu Pauschalverurteilungen kommen",
betont El Batnigi.
Maßnahmen zur Bekämpfung von FGM müssen in mehrere Richtungen gehen,
fordert die Vorsitzende: "Einerseits müssen Mädchen und junge Frauen
in ihrem Selbstverständnis gestärkt werden, andererseits braucht es
geschlechterspezifische Aufklärung bei den Eltern. Darüber hinaus
müssen auch in Österreich Berufsgruppen, die mit Kindern und
Jugendlichen arbeiten, sensibilisiert werden. Das heißt, das Thema
FGM muss zu einem fixen Bestandteil in der Ausbildung von
PädagogInnen, ÄrztInnen sowie Sozial- und JugendarbeiterInnen werden.
Nur so kann wirksam gegen diese massive Menschenrechts- und
Kinderrechtsverletzung angegangen werden!"
Die BJV macht darauf aufmerksam, dass Mädchen, die von FGM betroffen
sind, ihr Leben lang nicht nur unter physischen sondern auch massiven
psychischen Folgen zu leiden haben. "Diesen Mädchen muss Beratung
und Hilfe angeboten werden. Organisationen, die sich mit dem Thema
auseinander setzen, müssen auch von öffentlicher Hand ausreichend
gefördert werden", so El Batnigi.
Abschließend unterstreicht die Vorsitzende die Bedeutung des 6.
Februar als notwendiges Element, um das Tabuthema FGM an die
Öffentlichkeit zu bringen.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung Mag.a Nicole Pesendorfer Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 01/214 44 99-15 Mobil: 0676/ 880 111 048 mailto: [email protected]
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