Pensionistenverband fordert Gas- und Stromlieferanten auf, die Preise zu senken

Wien (OTS) - PVÖ-Konsumentensprecher Glatz kritisiert mangelnde Transparenz Untersuchungen der Arbeiterkammer kommen zu verblüffenden Ergebnissen: Die Großhandelspreise für Gas und Strom sind seit 2008 gesunken und die Konsumenten müssen trotzdem mehr bezahlen. Bei Strom sanken die Großhandelspreise von Juli 2008 bis Jänner 2012 um 11,8 Prozent; bei Gas im gleichen Zeitraum um 10,3 Prozent. Die Endverbraucherpreise sind jedoch bei Strom im gleichen Zeitraum bis zu 21,7 Prozent gestiegen.

Dr. Harald Glatz, der Konsumentenschutzsprecher des Pensionistenverbandes Österreichs, kritisiert auch die Entwicklungen beim Gas: "Die Endverbraucherpreise für Gas sind seit 2008 zwischen 4,4 Prozent und 35,2 Prozent gestiegen. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden bedeutet das bis zu 150 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) Mehrkosten im Jahr!"

Glatz kritisiert zudem: "Am Gasmarkt herrscht immer noch mangelnder Wettbewerb und Intransparenz bei der Preisgestaltung. Würde der Wettbewerb funktionieren, müssten die Gasversorger die Senkungen auch an die Haushalte weitergegeben. Immerhin sind die Großhandelspreise von Juli 2008 bis Jänner 2011 um zehn Prozent gesunken, und die Konsumenten profitieren davon nicht! Man darf deshalb gespannt sein wie die Unternehmen diese Entwicklung begründen." Der Pensionistenverband hat alle Energieversorgungsunternehmen schriftlich aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen.

Österreichs größte Seniorenorganisation wird die Entwicklung jedenfalls genau beobachten. Der Pensionistenverband Österreichs hat mit Präsident Karl Blecha und Harald Glatz schon im letzten Jahr die Kampagne "Kampf gegen die Teuerung" gestartet - denn die Senioren und Seniorinnen in Österreich brauchen Schutz vor explodierenden Lebenskosten - auf allen Ebenen."

"Gerade angesichts der Eiseskälte im Land und dem damit enorm steigenden Energiebedarf fordert der Pensionistenverband die Energieversorgungsunternehmen auf, ihre Preise zu senken!", so Glatz abschließend.

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