Spindelegger zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung

Wien (OTS) - "Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, der mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entschieden Einhalt geboten werden muss. Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, damit diese archaische Praxis, die eine ernste Bedrohung für die Gesundheit der betroffenen Frauen und Mädchen darstellt, möglichst bald der Vergangenheit angehört", betonte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Tages gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Jährlich werden weltweit rund drei Millionen Frauen und Mädchen genital verstümmelt. Mehr als 130 Millionen Frauen leiden ihr Leben lang an den Folgen dieses grausamen Rituals. Die anhaltenden internationalen Bemühungen zur Eliminierung der weiblichen Genitalverstümmelung haben laut aktuell vorliegenden Berichten der UNO insgesamt zwar zu einem leichten Rückgang dieser Praxis geführt. Leider ist die Beschneidung von Frauen und Mädchen - trotz nationaler gesetzlicher Verbote - jedoch weiterhin in etlichen Ländern Afrikas, sowie einigen Bereichen Asiens und des Nahen Osten weit verbreitet.

Beunruhigend sind auch Berichte über eine steigende Zahl an Beschneidungen von in Europa und den USA lebenden Immigrantinnen. Dies zeigt, dass die Bemühungen zur effektiven Umsetzung der Verbote und zur Bewusstseinsbildung vorangetrieben werden müssen. "Die Genitalverstümmelung stellt eine besonders perfide Form der Gewalt gegen Frauen dar. Österreich wird sich daher auch im Rahmen der bevorstehenden Sitzung der Frauenstatuskommission der UNO in New York weiter aktiv für die Wahrung der Rechte der Mädchen und Frauen und insbesondere auch die weltweite Abschaffung dieser diskriminierenden Praxis einsetzen", so Spindelegger abschließend.

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