Neues Volksblatt: "Millionärssteuer" von Markus EBERT

Ausgabe vom 3. Februar 2012

Linz (OTS) - "Ich wär' so gerne Millionär, dann wär' mein Konto niemals leer": Mit diesem Ohrwurm trällerte sich die deutsche Musikgruppe "Die Prinzen" Anfang der 1990er Jahre auch in Österreich an die Spitze der Hitparade.
Ob dieser Wunsch auch heute noch ein Hit wäre, darf zumindest bezweifelt werden. Geht es nämlich nach der SPÖ, dann brechen für "die Millionäre" harte Zeiten an. In so ziemlich allen Bereichen, wo es Finanzierungslücken gibt, sollen bekanntlich sie zur Kasse gebeten werden. Jüngstes Beispiel: Mit der Millionärssteuer sollen die Schulen saniert werden, so die oberösterreichische SPÖ. Wobei der Ordnung halber dazu gesagt werden muss, dass es um die Bundesschulen geht, für die eine gewisse SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied zuständig ist. Offenbar macht die ihr Geld lieber für das rote Lieblingsprojekt Gesamtschule locker als für bauliche Maßnahmen. Aber "die Millionäre" werden's schon richten.
Bloß: Bei allen sonstigen Wünschen in Sachen Finanzierung werden uns "die Millionäre" zuwenig werden. Ob Pensions- oder Gesundheitssystem - um nur zwei große und gesellschaftspolitisch besonders sensible Brocken zu nennen: So sehr kann man "die Millionäre" gar nicht bluten lassen, als dass nicht trotzdem Reformen notwendig sind, die den Namen - siehe Spitalsreform in Oberösterreich - auch verdienen.

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