E-Wirtschaft: Abbruch der KV-Verhandlungen nach dritter Runde

GPA-djp/PRO-GE: Streikfreigabe wird eingeholt, Proteste am 14. und Warnstreiks ab 15. Februar

Wien (OTS/ÖGB) - Die 3. Kollektivvertragsrunde für die 21.000 Beschäftigten der Österreichischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) wurde am 2. Februar abermals ohne Ergebnis abgebrochen. Bereits einen Tag zuvor beschlossen rund 8.500 Beschäftigte und ihre BetriebsrätInnen bei regionalen Betriebsversammlungen in allen Bundesländern konkrete Durchsetzungsmaßnahmen. "Die Zeichen stehen auf Sturm. Das Angebot der Arbeitgeber ist weder fair noch entspricht es den wirtschaftlichen Erfolgen. Die Beschäftigten sind nicht bereit für die Eigentümer zu sparen. Daher werden die Gewerkschaften die Streikfreigabe einholen", sagen die beiden Verhandler Karl Proyer (GPA-djp) und Manfred Anderle (PRO-GE).++++

Das Angebot der Arbeitgeber beinhaltet eine Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgehälter und Mindestlöhne um 3,6 Prozent sowie eine Erhöhung der Ist-Gehälter und Ist-Löhne um 3,6 Prozent, plus eine Einmalzahlung in der Höhe von 200 Euro. Ebenso wurde ein Alternativ-Angebot vorgestellt, dass die Beschäftigten aufgrund unterschiedlicher Lohn- und Gehaltsstrukruren lediglich auseinanderdividiert.

"Die Alternative ist kein gangbarer Weg sondern führt zur Zweiklassengesellschaft in den Unternehmen. Und von sozial ausgewogen kann bei den Arbeitgeberangeboten nicht die Rede sein. In Summe entspricht das zurzeit vorliegende Angebot weiterhin nicht den Lohn-und Gehaltsabschlüssen vergleichbarer Branchen und bedeutet weiterhin einen Kaufkraftverlust", betonen Proyer und Anderle.

Ein weiterer Verhandlungstermin wurde vorerst nicht vereinbart. Die Gewerkschaften werden daher in den nächsten Tagen die Streikfreigabe vom ÖGB einholen. Sollte sich am Verhalten der Arbeitgeber nichts ändern, so wird es am 14. Februar Kundgebungen der Beschäftigten der Energiewirtschaft in Wien und Salzburg geben. Ab 15. Februar ist in allen Unternehmen der heimischen Elektrizitätswirtschaft mit Warnstreiks zu rechnen.

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