Grünewald: Einsparungen bei Therapien für psychisch Kranke ist ein Skandal

Grüne: Studien beweisen mehrfach die Unterversorgung psychisch Kranker

Wien (OTS) - "Wenn die Kassen den Auftrag haben, PatientInnen Therapien nach neuestem Erkenntnisstand ausreichend und angemessen anzubieten, dann muss das auch für psychisch Kranke gelten", fordert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. "Es wäre undenkbar, dass Therapien bei Herzinfarkten, Schlaganfällen und Beinbrüchen irgendwo in Österreich limitiert würden. Das von der Bundesregierung auferlegte Sparprogramm nun auf Kosten einer PatientInnengruppe durchzusetzen, ist ein ausgewachsener Skandal."

"Die Unterversorgung psychisch Kranker ist durch Studien des Österreichischen Bundesinstitutes für Gesundheitswesen (ÖBIG) mehrfach dokumentiert. Sogar der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat auf dieses Problem und die steigende Zahl psychischer Erkrankungen hingewiesen. Nun müssen Reaktionen folgen", fordert Grünewald.

"Spät erkannte Störungen, verzögerte Diagnosen und überlange Wartezeiten auf eine geeignete Therapie fördern Chronifizierungen, Arbeitsausfälle durch lange Krankenstände und erhöhen die Zahl von Invaliditätspensionen. All das zusammen kommt eklatant teurer als die Finanzierung einer zeitgemäßen und ausreichenden Versorgung. Pro Versichertem werden in Deutschland hier entschieden mehr Mittel eingesetzt, während Österreich im Reich der Planungen und Versprechungen verharrt", kritisiert Grünewald. "Diese hier zu Tage tretende Zwei-Klassen-Medizin und Diskriminierung muss ein Ende haben", fordert Grünewald und erwartet dazu ein eindeutiges politisches Bekenntnis.

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