ZAG: Keine illegalen Eier an österreichische Konsumenten abgeben

Offener Brief an den österreichischen Lebensmittelhandel

Wien (OTS) - Die Dachorganisation der Österreichischen Geflügelwirtschaft, ZAG, appellierte heute in einem Offenen Brief an den heimischen Lebensmitteleinzelhandel, illegal produzierte Eier sowie daraus hergestellte Produkte aus ihren Regalen zu verbannen. "Der Handel muss jetzt sicherstellen, dass weder Schaleneier noch in Lebensmitteln verarbeitete Eibestandteile aus der verbotenen Käfighaltung in österreichischen Märkten zu finden sind", fordert Branchenexperte und Bauernkammer-Obmann Franz Karlhuber. "Die Konsumenten fühlen sich sonst getäuscht und es könnte zu einem erheblichen Imageschaden kommen", zeigt sich Karlhuber besorgt.

Die konventionelle Käfighaltung ist in Österreich bekanntlich bereits seit 2009 verboten. Zwölf Länder in der EU, darunter so große Produzenten wie Spanien, Polen oder Italien, haben die Frist für das EU-weit geltende Verbot der Käfighaltung (01.01.2012) verstreichen lassen. Branchenexperten schätzen, dass aktuell etwa 100 Mio. Legehennen in der EU noch in den verbotenen Käfigen gehalten werden, was etwa einem Viertel aller in der EU gehaltenen Legehennen entspricht.

"Wir sind stolz darauf, in Österreich europaweit vorbildliche Haltungsbedingungen für Legehennen geschaffen zu haben. Wir bieten auch gerne weiter ein einzigartiges hohes Maß an Transparenz und Lebensmittelsicherheit", betont ZAG-Obmann Franz Schrall. "Für die heimischen Konsumenten fordern wir beim Lebensmitteleinkauf aber ebenso mehr Transparenz und Sicherheit. Durch die fehlende Kennzeichnung bei Lebensmitteln mit Ei-Anteilen kann aktuell vor der Kaufentscheidung am Regal niemand nachprüfen, welche Eier in den Produkten verarbeitet wurden. Wir vertrauen jetzt auf unsere Partner im Handel, die auch den frühen Ausstieg Österreichs aus der Käfighaltung verantwortungsvoll begleitet haben", so der ZAG-Obmann. (Schluss)

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