"Entschlackung" in der NÖ Ärztekammer geht weiter

Präsident Dr. Christoph Reisner fühlt sich in seiner Amtsführung bestätigt

Wien (OTS) - "Mehrere Jahrzehnte Misswirtschaft lassen sich in keiner Organisation in wenigen Jahren beseitigen", so Dr. Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer anlässlich der Erhebungen eines so genannten "unabhängigen Fachmagazins" über die Kosten der Ärztekammerstrukturen in den Bundesländern. "Niemand zweifelt an der Seriosität dieser Erhebungen, sondern ganz im Gegenteil. Vermutetes enormes Optimierungspotenzial innerhalb der Ärztekammer sowie des Wohlfahrtsfonds waren schließlich auch einer der Beweggründe für die derzeitige Führungsmannschaft, das Ruder innerhalb der Kammer in der derzeitigen Form zu übernehmen", so Präsident Dr. Reisner.

Zunächst wurden die großen Brocken saniert

Die nun zu Ende gehende Funktionsperiode war vor allem von der Sanierung massiver Altlasten innerhalb der NÖ Ärztekammer geprägt. "Zunächst mussten jedoch die großen Brocken beseitigt werden. Der von den Vorgängern in unverantwortlichem Zustand hinterlassene Wohlfahrtsfonds hatte Priorität. Danach haben wir uns die internen Strukturen vorgenommen, wo wir ebenfalls auf erstaunliche Altlasten gestoßen sind", berichtet Präsident Dr. Reisner weiter. Bestätigt wurde die Notwendigkeit unter anderem durch den Rechnungshof, der gravierende Mängel bei der Administration innerhalb der Kammer festgestellt hatte.

"Der frühere Rechnungsdirektor und auch der Leiter der IT-Abteilung mussten entlassen werden, nicht zuletzt, da sie beschuldigt sind, der Ärztekammer finanziellen Schaden zugefügt zu haben, eine Strafanzeige erfolgte Anfang 2012." Den Schaden von mehreren Jahrzehnten zu beseitigen geht jedoch nicht an einem Tag. Das schrittweise Vorgehen zeigt jedoch bereits schöne Früchte: Durch die beschlossenen Maßnahmen konnte alleine in den vergangenen zwei Jahren ein Benefit von 40 Millionen Euro erzielt werden. "Unsere Ärztinnen und Ärzte spüren das bereits: Wir konnten dadurch eine deutliche Senkung der Kammerbeiträge mit dem heurigen Jahreswechsel herbeiführen."

Der Optimierungskurs geht weiter

Und dieser Optimierungskurs wird weitergehen: Unmittelbar nach der Sanierung des Wohlfahrtsfonds wurde unter Beteiligung eines namhaften Verfassungsrechtlers die so genannte Zukunftskommission ins Leben gerufen, die Vorschläge machen soll, wie mit den festgestellten Mängeln in der Zukunft umzugehen ist. "Die nun festgestellten Optimierungsmöglichkeiten der administrativen Abläufe sollten nun umgesetzt und in den kommenden Jahren kontinuierlich evaluiert und wenn notwendig erneuert werden."

Gegen strafrechtlich relevante Tatbestände und kriminelle Aktivitäten ist kein Unternehmen gefeit. Die Analyse der vorliegenden Daten ist eine immense Kleinarbeit, die immer noch in Gang ist und wohl noch ein bis zwei Jahre dauern wird. "Dies wird auch der Grund sein, warum dieses Thema nun von gewissen Kreisen im Zuge der bevorstehenden Kammerwahlen in die Öffentlichkeit transportiert wird. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang wieder einmal, dass gerade diejenigen am lautesten schreien, deren politische Vorgänger die Verantwortung für die Misswirtschaft in der Vergangenheit zu tragen haben", so das Resümee von Präsident Dr. Reisner.

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