Neues Volksblatt: "Nachtschicht" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 2. Februar 2012

Linz (OTS) - In der ÖVP richtet man sich für die Verhandlungen über das Spar- und Belastungspaket auf Nachtschichten ein. Zu weit sind die Koalitionsparteien noch auseinander, um auf ein rasches Ergebnis hoffen zu können.
Dass die SPÖ hauptsächlich über neue Steuern reden will statt über notwendige Strukturmaßnahmen, kreiden viele in der ÖVP den linken Granden in der Arbeiterkammer und im ÖGB an. Sie sollen, wie gemunkelt wird, Parteichef Werner Faymann mit Liebesentzug gedroht haben, sollte die SPÖ bei den sogenannten Reichensteuern nachgeben, vor allem bei der Erbschafts- und bei der Schenkungssteuer. Wobei es, wie man hört, nicht nur
um Liebesentzug gehen soll, sondern auch um das Engagement für die SPÖ bei künftigen Wahlen.
Nicht nachvollziehbar ist auch das Mauern der SPÖ bei den Pensionen. Die Österreicher gehen im Schnitt mit gut 58 Jahren in Pension und beziehen im Schnitt ein Vierteljahrhundert lang Rente - trotzdem wollen viele in der SPÖ von Reformen nichts hören; nicht einmal im Bereich der Frühpensionen. Nur der Rentenklau, bisher ein unverzichtbares Requisit der Sozis in allen Pensionsdebatten, war noch nicht im Spiel - aber auch der wird noch kommen.
Wie auf diese Art das Budget saniert werden soll, fragen sich viele -nicht nur in der ÖVP.

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