FPÖ-Kunasek: Jubelmeldung von SPÖ-Sozialsprecherin Csörgits unangebracht

Bundesregierung sollte Feststellungen der Sozialpartner und anderer Experten ernst nehmen - Dem drohenden Facharbeitermangel muss endlich entgegengewirkt werden

Wien (OTS) - Der freiheitliche Lehrlingssprecher, NAbg. Mario Kunasek kommentiert die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Jänner 2012:
"Für Lehrstellensuchende stellt sich die Situationen alles andere als positiv dar. Faktum ist, dass in den nächsten Jahren ein akuter Facharbeitermangel drohen wird, wenn nicht bald effiziente Maßnahmen gesetzt werden."

Österreichweit standen im Jänner 2012 5.103 Lehrstellensuchenden lediglich 3.206 offene Lehrstellen zur Verfügung. Bundesweit kamen somit rund 1,6 Lehrstellensuchende auf eine offene Stelle. "Diese Zahlen sind beunruhigend und zeigen auf, dass akuter Handlungsbedarf besteht", so Kunasek. "Wie die Sozialsprecherin der SPÖ, Renate Csörgits, richtig bemerkt, ist die Zahl der offenen Lehrstellen um 230 angestiegen. Csörgits übersieht aber: Auch die Zahl der Lehrstellensuchenden ist um 278 angestiegen. Jubelmeldungen sind also fehl am Platz, vor allem wenn man sich die besorgniserregenden Entwicklungen der letzten Jahre vor Augen hält."

Ein Blick in die Bundesländer gebe allen Grund zur Besorgnis. So kamen in Wien beispielsweise auf 1.508 Lehrstellensuchende im Jänner lediglich 373 offene Lehrstellen. Das bedeute, dass in Wien nur jeder vierte Lehrestellensuchende die Chance auf einen Ausbildungsplatz hat, betont der freiheitliche Lehrlingssprecher. In Niederösterreich kamen rund drei und in der Steiermark rund zwei Lehrstellensuchende auf eine offene Lehrstelle.

Auf Grund dieser Entwicklungen legt Kunasek erneut die freiheitlichen Forderungen dar: "Die Einführung des Blum-Bonus-Neu ist ein wichtiger Schritt, um die Lehrstellenlücke zu schließen." Der Blum-Bonus-Neu beruht im Wesentlichen auf drei Säulen: Einem "Treue-Bonus" für alle Unternehmen, die den Lehrlingsstand des Vorjahres Vorjahr aufrecht erhalten, einem "Zusätzlichkeits-Bonus" für alle Unternehmen, die zusätzliche Lehrlinge aufnehmen und damit ihren Lehrlingsstand gegenüber dem Vorjahr erhöhen und einem "Qualitäts-Bonus" für alle Lehrlinge, die nach dem zweiten Lehrjahr einen Qualifikationsnachweis erbringen. Als "äußerst erfreulichen Schritt" bezeichnet Kunasek das heute in Kärnten startende Projekt "Aktion + 1". Dabei wird die Aufnahme von zusätzlichen Lehrlingen in Kärntner Betrieben mit 1.000 Euro pro Lehrling gefördert, was gerade in Krisenzeiten einen wichtigen Impuls darstellt.

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