LR Ragger: Sozialberufe-Gespräch mit "Geburtsfehler"

Neben fairer Lohnerhöhung Vollzeit-Quote erhöhen

Klagenfurt (OTS) - Mit Bedauern sieht der Kärntner Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger den drohenden Lohnkonflikt in der Sozialwirtschaft. "Mit rund 7.000 Beschäftigten ist diese der größte Arbeitgeber in Kärnten", stellt er die Relationen klar. Als Sozialreferent habe er Verständnis für die Forderung nach einer fairen Lohnanpassung. "Eine angemessene Erhöhung ist ein Faktor, aber es gibt noch ein zweiten, der aber die Sozialorganisationen als Arbeitgeber trifft. "Das vielfach beklagte niedrige Lohnniveau hängt u.a. damit zusammen, dass ein großer Teil der Mitarbeiter nur Teilzeitbeschäftigungen bekommt, obwohl sie selbst gerne in Vollzeit arbeiten würden." Hier müsste laut Ragger ein Schwerpunkt gelegt werden. Er verweist auch darauf, dass er für 2012 u.a. mit den Pflegeheimen und den mobilen Diensten vereinbart habe, dass das Land Kärnten für deren MitarbeiterInnen die Kollektivvertragserhöhung plus einem 0,5-%igen Ersatz für die Biennalsprünge gewähren werde.

"Ich stehe für Fairness in der Sozialwirtschaft. Dazu gehört aber auch, dass die Sozialorganisationen nachweisen, wie effizient sie als Arbeitgeber arbeiten. Das funktioniert nicht immer optimal. Den MitarbeiterInnen gebührt für ihre wertvolle Arbeit in Pflegeheimen, Behinderten- und, Jugendwohlfahrtseinrichtungen jedenfalls eine angemessene Entlohnung", betont LR Ragger.

Er bemängelt einen "Geburtsfehler" der Lohngespräche der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS). "Es ist kein einziger Vertreter der verantwortlichen Geldgeber von Bund und Ländern bei den Gesprächen dabei. Dennoch ist immer wieder von ihnen die Rede. Sie sitzen imaginär am Verhandlungstisch. Das sollte man ändern", fordert LR Ragger.
Weder er noch andere Sozialpolitiker bekämen Informationen über den Verlauf der Lohngespräche. "Leider scheinen sich die Dinge zuzuspitzen, aber jene, welche die finanzielle Verantwortung tragen, erfahren dies nur über Medien", kritisiert er abschließend.

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