Schülerunion zeigt Sparpotential im Bildungsbereich auf

Keine Kürzungen im Bildungsbereich - Nur jeder zweite Euro kommt beim Schüler an - Verwaltung verschlingt den Rest

Wien, 1. Februar 2012 (OTS) - Die Schülerunion nimmt die Sparpaket-Verhandlungen der Regierung zum Anlass, um die Einsparungsmöglichkeiten im Bildungsbereich zu präsentieren. "Wir nehmen nicht länger hin, dass die Politik weiterhin verantwortungslos und kurzsichtig handeln will. Viele Jahre wurden zum Beispiel die Gymnasien ausgehungert - in der Verwaltung aber kaum ein Cent gespart", zeigt sich der Bundesobmann der Schülerunion, Jim Lefebre, kämpferisch.

Wir fordern daher, dass die Politik in allen Bereichen sinnvoll und nachhaltig mit Geld umgeht. Sicher ist, dass es überall viel Potential für Einsparungen gibt. Wir "verbrennen" in Österreich zu viel Geld durch ineffiziente Strukturen. Dass wir bereits jetzt rund acht Milliarden Euro für Zinszahlungen unserer Schulden berappen müssen, ist sicher nicht nachhaltig. Mit diesem Geld könnte man stattdessen das Budget für die Pflichtschulen fast verdreifachen, damit Österreich weiterhin ein guter Bildungsstandort bleibt.

Geht es nach der Schülerunion, sollen die Kollegiumssitzungen auf Landesebene abgeschafft werden und durch Landesschulgemeinschaftsausschüsse (LSGA) ersetzt werden. "Damit würde man diese Verwaltungsebene nicht nur entpolitisieren, sondern auch viel Geld sparen. Entscheidungen sollen in Zukunft von Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam im LSGA getroffen werden - dieses System hat sich in über 700 Schulen bewährt", sagt der Bundesobmann.

"Auch die Bezirksschulräte stellen in Österreich unnötig politisch besetzte Gremien ohne Kompetenzen dar", ärgert sich Jim Lefebre. Durch ihre Abschaffung könnte man Millionen einsparen, die man wiederum direkt in nachhaltige Bildung investieren könnte.

"Die Abschaffung dieser Verwaltungseinrichtungen würde dem Bildungssystem nicht schaden, da diese ein Verwaltungs-Vakuum ohne Kompetenzen darstellen", beschreibt der Bundesobmann die Forderung konkreter.

Die Schülerunion ist mit über 30 000 Mitgliedern die größte Organisation für Österreichs Schüler. Neben ihrer Arbeit direkt an den Schulen setzt sich die Schülerunionauch auf Landes- und Bundesebene für die Interessen der Schüler ein. Derzeit hält sie in der Bundesschülervertretung 23 von 29 Mandaten.

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