KV-Energiewirtschaft: Beschäftigte beschließen Kampfmaßnahmen

8.500 Beschäftigte bei Betriebsversammlungen in ganz Österreich vor nächster Verhandlungsrunde am 2. Februar

Wien (OTS) - (GPA-djp/PRO-GE/ÖGB) - Vor der nächsten Kollektivvertragsrunde für die rund 17.000 Beschäftigten der Österreichischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) am 2. Februar wurden bei regionalen Betriebsversammlungen einstimmig Durchsetzungsmaßnahmen beschlossen. So etwa versammelten sich mehr als 1.500 Beschäftigte aus dem Burgenland, aus Niederösterreich und Wien in der Wiener Stadthalle. In Oberösterreich versammelten sich ebenfalls fast 1.500 Beschäftigte in Leonding. Weitere Versammlungen fanden in der Steiermark, in Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg statt. "Die Stimmung ist sehr gereizt. Die Beschäftigten sind zu Recht über das Angebot der Arbeitgeber empört. Lediglich eine Inflationsabgeltung und nicht nachhaltige Einmalzahlungen sind eindeutig zu wenig. Der Branche geht es hervorragend und die Beschäftigten haben sich einen Anteil am Erfolg verdient", betonen die Verhandler Karl Proyer (GPA-djp) und Manfred Anderle (PRO-GE). Sollte die nächste Verhandlungsrunde kein Ergebnis bringen, wird am 14. Februar erstmals eine öffentliche Betriebsversammlung aller Beschäftigten der Energiewirtschaft aus ganz Österreich in Wien abgehalten und am 15. Februar mit Warnstreiks in allen Betrieben begonnen.++++

In den beschlossenen Resolutionen wird die "Abgeltung der Inflation und ein vernünftiger realer Lohn- und Gehaltszuwachs gefordert". Vor allem niedrige Einkommen seien besonders zu erhöhen. Die Beschäftigten erwarten jedenfalls bei der nächsten KV-Runde am 2. Februar konstruktivere Verhandlungen von Seiten der Arbeitgeber. Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite lag bei 3,2 Prozent IST-Erhöhung. Dazu kämen noch 0,2 Prozent, die in den Betrieben individuell verteilbar sein sollen und eine Einmalzahlung von 400 Euro. "Sollte es zu keinem Ergebnis kommen, werden Gewerkschaften, BetriebsrätInnen und Beschäftigte gemeinsam den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen", sagen Proyer und Anderle.

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