Schatz zu Arbeitslosenzahlen: Beste Sparmöglichkeit ist Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit

Wien (OTS) - "Die deutliche wachsende Arbeitslosigkeit, vor allem bei Frauen und bei LeiharbeiterInnen ist ein Alarmsignal. Dass die Regierung dem Wildwuchs bei prekären Beschäftigungsverhältnissen einfach zugeschaut hat, fällt immer, wenn es enger wird, zuerst den Schwächsten am Arbeitsmarkt auf den Kopf.Es sind Frauen, ältere ArbeitnehmerInnen und Menschen mit geringen Qualifikationen, die in Krisen zuerst den Job verlieren. Es ist höchst an der Zeit massiv gegenzusteuern", fordert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.

"Das Wichtigste ist, Menschen die ihren Job und damit ihr Einkommen verlieren die Existenz zu sichern. Wenn schon vorher der Job mies bezahlt war, können Betroffene anschließend vom viel zu niedrigen Arbeitslosengeld nicht leben. Arbeitslosigkeit ist meist der Einstieg in die Armutsspirale", stellt Birgit Schatz fest. Bereits 42% aller MindestsicherungsbezieherInnen beziehen diese, weil weder Arbeitslosengeld noch Arbeitseinkommen zum Überleben reichen. Dies belegen jüngste Studien. "Diese Entwicklung ist eine Katastrophe und die Regierung tut nichts dagegen," sagt Schatz.

"Wir brauchen höhere Mindestlöhne, von denen man leben kann. Wir brauchen Jobs, die klar dem Arbeitsrecht entsprechen und nicht immer mehr Leiharbeitsstellen, bei denen immer wieder das Arbeitsrecht umgangen wird. Wir brauchen ein Arbeitslosengeld, eine Notstandhilfe und eine Mindestsicherung, die Menschen vor dem Abrutschen in die Armut bewahren. Schließlich brauchen wir Investitionen in Wirtschaftsbereiche, die zukunftsfähige Jobs bieten wie im Bereich "Erneuerbare Energie", fordert Schatz einmal mehr.

"Es ist an der Zeit Verschwendung zu stoppen. Doch es ist budgetpolitisch fahrlässig zuzusehen, wie hunderttausende Menschen in Österreich immer noch ärmer werden und keine Chance mehr haben aus eigener Kraft ihr Leben zu finanzieren. Es gibt keine bessere Sparmaßnahme als Armut und Arbeitslosigkeit offensiv zu bekämpfen", sagt Schatz abschließend.

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