Wlodkowski kontert Doralt: "Professoraler Unsinn"

Steuerrechtsprofessor kennt offensichtlich Faktenlage in der Landwirtschaft nicht

Graz (OTS) - "Die Steuerüberlegungen von Professor Werner Doralt sind billige Polemik der untersten Schublade", kontert der steirische Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski die jüngsten Aussagen des Steuerrechtsprofessors. "Doralt kennt offensichtlich die Faktenlage im Agrarbereich nicht, sonst würde er sich nicht als Nachplapperer billiger Neidpropaganda anderer Gruppen hergeben", zeigt sich Wlodkowski empört. Doralt hatte heute in einem Interview behauptet, dass alle Budgetprobleme bei entsprechender Besteuerung der Bauern lösbar wären.

Bauern gehören nicht zu den Großverdienern

"Wenn Doralt glaubt, dass er mit der Abschaffung der Pauschalierung alle Budgetlöcher stopfen kann, dann liegt er voll daneben. Die Bauern gehören nicht zu den Großverdienern in Österreich", stellt Wlodkowski klar. Im Gegenteil: Ihre vergleichbaren Durchschnittseinkommen liegen laut Grünem Bericht mit rund EUR 12.941,- netto und weniger im untersten Bereich. Die Pauschalierung, die auch für viele Gewerbebetriebe gilt, bringt dem Finanzamt nur Verwaltungsvereinfachungen und somit erhebliche Einsparungen. Wlodkowski: "Müssten den mehr als 180.000 österreichischen Bauern Steuerbescheide ausgestellt werden, käme dies dem Finanzamt sehr teurer zu stehen und wäre ohne zusätzlichen Beamtenapparat nicht machbar. Das kann doch im Sinne des Sparens kein ernstgemeinter Vorschlag sein. Außerdem ist durch nichts bewiesen, dass die Pauschalierung verfassungswidrig ist", so der Präsident.

Studienbeihilfe: Bildungsfeindliche Attacke

"Wenn von den mehr als 350.000 Studentinnen und Studenten in Österreich nur 3.000 Bauernkinder ein Stipendium bekommen, dann ist das noch lange kein Privileg", wehrt sich Wlodkowski gegen Behauptungen von Doralt, dass zu viele Bauernkinder ein Stipendium beziehen würden. Es sei "eines Professors unwürdig, derartige bildungsfeindliche Attacken zu reiten".

Landwirtschaft leistet gerechten Beitrag zur Sanierung

"Die Landwirtschaft ist bereit, einen gerechten Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes zu leisten, doch einseitige Belastungen und Einkommenskürzungen werden als ungerecht und unsozial abgelehnt", bekräftigte Wlodkowski den Sparwillen der Landwirtschaft. (Schluss)

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