NEWS enthüllt neue Grasser-Geschäfte

Grasser-Aktivitäten von Russland über die Karibik bis zur Hypo

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe von zahlreichen aktenkundig gewordenen Geschäften des früheren Finanzministers Karl-Heinz Grasser.

So stießen die Ermittler auf einen Vertrag zwischen Grassers Firma Valuecreation und einer in Tortola, British Virgin Islands, residierenden Briefkastenfirma namens Livina Holding Limited. Es geht dabei um die Einbringung von russischen Schulden in Höhe von über 100 Millionen US-Dollar. Laut dem Vertrag soll Grasser Valuecreation von der Livina die Abwicklung von Zahlungsrückständen der russischen Firma Prodintorg an den Mailänder Nahrungsmittelriesen Progetto Grano S.p.A. in Höhe von 99.509.488,32 US-Dollar übernehmen. In einer Vertragsänderung ersucht Grasser die Livina dann den Zahlungsrückstand der Russen um rund fünf Millionen Dollar auf 104.218.886,10 US-Dollar zu erhöhen.

Der Deal steht offenbar mit Aktivitäten der Meinl-Bank im Zusammenhang, die sich auf die Eintreibung russischer Schulden spezialisiert hat. Derzeit wird um den Zahlungsrückstand der Prodintorg in Moskau prozessiert. Die staatliche Vneshekonombank, deren Aufsichtsratsvorsitzender Wladimir Putin ist, soll für die Schulden haften.

NEWS berichtet zudem, dass Grasser (vergeblich) versucht hat, zwischen Interessenten für das von der verstaatlichten Hypo zum Verkauf angebotene Schlosshotel Velden zu vermitteln. Grasser war dazu in intensivem Kontakt mit einem Makler, der für die Kempinski-Gruppe tätig war, und mit Vertretern der italienischen Serramarina-Gruppe. Den Zuschlag für das Hotel erhielt letztlich jedoch Billa-Gründer Karl Wlaschek.

Intensiv durchleuchtet wurde auch die Finanzkonstruktion hinter Grassers Wörtherseevilla. Das Haus steht im Eigentum der SMW OG, die Grasser gemeinsam mit seinem Wahlonkel Burkhard Graf gehört. Den Ermittlern fiel besonders auf, dass Grasser gegenüber Graf vor allem wichtig gewesen sei, immer klarzustellen, dass das Geld für die SMW OG ausschließlich aus Grassers Erträgen aus seiner Meinl-Tätigkeit stamme und es keine anderen Zuflüsse gebe.

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