KV-Finance: GPA-djp Heinzl: "Verhalten der Arbeitgeber ist an Skurrilität kaum zu überbieten"

Betriebsversammlungen in ganz Österreich ab 2. Februar, Nächster Verhandlungstermin ist am 9. Februar

Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) "Auch bei der zweiten Verhandlungsrunde weigerten sich die Arbeitgeber neuerlich, ein konkretes Angebot zu legen", Wolfgang Heinzl, GPA-djp Verhandlungsleiter und Betriebsratsvorsitzender der Bank Austria Unicredit Group. Die KV-Verhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten im österreichischen Finance-Sektor wurden gestern neuerlich ohne Ergebnis unterbrochen. Ab morgen Vormittag, 2. Februar, finden in ganz Österreich Betriebsversammlungen statt. ++++

"Die Arbeitgeber forderten, dass wir unser Angebot unter 4 % reduzieren sollten. Ansonsten sei es ihnen nicht möglich, selbst ein Angebot zu legen. Diese Vorgehensweise ist an Skurrilität kaum zu überbieten!" so Heinzl zu den Verhandlungen.

"Das Verhalten der Arbeitgeber ist absolut unzumutbar und kann nur als Verzögerungstaktik ausgelegt werden. Wir werden ab morgen Vormittag bei Betriebsversammlungen in ganz Österreich die Beschäftigen über den Verhandlungsstand informieren und Beschlüsse über weiteren Maßnahmen fassen. Sollte bei den Verhandlungen am 9. Februar nichts weitergehen, werden wir entsprechend zu reagieren wissen", so Heinzl weiter.

Entgegen der Meinung mancher Arbeitgeber ist die Teilnahme an Betriebsversammlungen in Österreich ein verbrieftes Recht und gilt als Arbeitszeit. "Das ist im Arbeitsverfassungsgesetz ganz eindeutig geregelt und wird im übrigen nicht nur von Gewerkschaftsseite sondern auch von der Wirtschaftskammer Wien genau so gesehen," wehrt sich Heinzl gegen die Behauptungen mancher Arbeitgeber.

Für den Nachmittag des 9. Februar wurde ein zusätzlicher Verhandlungstermin vereinbart.

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