NEWS: Staatsanwalt verdächtigt Ex-Porr-Boss Pöchhacker Grasser bestochen zu haben

Lauschangriff: Justiz ordnete Einsatz von IMSI-Catchern an

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass die Staatsanwaltschaft Wien den ehemaligen Porr-Chef und heutigen ÖBB-Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Pöchhacker gemeinsam mit fünf weiteren Beschuldigten verdächtigt, "das Vergehen der Bestechung nach § 307 Abs 1 StGB verwirklicht zu haben, indem diese Mag. Karl-Heinz Grasser den dargelegten Vermögensvorteil für die Vornahme eines pflichtwidrigen Amtsgeschäftes gewährten".

Bei dem Verfahren geht es um den Linzer Terminaltower, wo über den Grasser-nahen Lobbyisten Peter Hochegger über Zypern Gelder nach Liechtenstein verschoben wurden, wo sie auf den bereits aus der Buwog-Affäre bekannten Konten landeten. Im NEWS vorliegenden Akt heißt es, dass "aufgrund der bisherigen Kontoauswertungen Indizien bestehen", die auf "Mag. Grasser als faktischen Kontoinhaber hinweisen".

Um mögliche Absprachen zwischen einzelnen Beschuldigten - darunter Horst Pöchhacker - aufdecken zu können, hat die Justiz die Sondereinheit Observation (SEO) eingeschalten und den Einsatz von IMSI-Catchern angeordnet. Neben den Gesprächsinhalten wurden auch die Stammdaten und Bewegungsprofile erhoben, sowie versucht bisher unbekannte Mobiltelefone einzelnen Beschuldigten zuzuordnen. Betroffen von der Maßnahme waren fünf Beschuldigte und sogar zwei Zeugen.

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