vida-Kaske: Kampf gegen Arbeitslosigkeit muss oberste Priorität haben

Fachkräftemilliarde einführen, in Zukunftsbereiche investieren

Wien (OTS) - (vida/ÖGB). "Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und für Beschäftigung muss oberste Priorität haben. In Österreich und EU-weit", sagt ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und vida-Vorsitzender Rudolf Kaske. Laut den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten waren im Jänner 2012 inklusive SchulungsteilnehmerInnen 384.298 Menschen in Österreich als arbeitslos registriert. Das bedeutet gegenüber Jänner 2011 einen Anstieg um 1,5 Prozent. "Die Regierung darf wegen der nötigen Reduzierung des Budgetdefizits nicht darauf vergessen, in Zukunftsbereiche zu investieren", sagt Kaske. Auch der Vorschlag der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die Betriebe mit einer "Fachkräftemilliarde" in die Pflicht zu nehmen, wird von Kaske unterstützt.++++

Als gerechten Ausgleich zwischen Betrieben, die Lehrlinge ausbilden und jenen, die sich davor drücken, solle die "Fachkräftemilliarde" rasch umgesetzt werden, verlangt Kaske. Das Modell der ÖGJ sieht vor, dass die Unternehmen ein Prozent der Bruttolohnsumme in einen Ausbildungsfonds einzahlen. Dem AMS brächte die Umsetzung des ÖGJ-Modells eine Ersparnis von 150 Millionen Euro jährlich. "Diese Summe könnte das Arbeitsmarktservice für den Ausbau der Qualifizierung von WiedereinsteigerInnen und MigrantInnen verwenden", schlägt Kaske vor. Bei beiden Gruppen stieg die Arbeitslosigkeit auch im Jänner besonders stark an.

Handlungsbedarf gibt es zudem bei der alternsgerechten Umgestaltung der Arbeitswelt. "Viele Arbeitgeber geben älteren Beschäftigten keine Chance, auch bei der Gesundheitsförderung im Betrieb hapert es", sagt Kaske. Sollten sich die Betriebe hier nicht rasch lernfähig zeigen, müsse man Sanktionen für jene, die zu wenig ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen, einführen.

Weitsicht müsse die Regierung bei der Budgetkonsolidierung zeigen, so Kaske. "Wir brauchen zugleich eine Wirtschaftspolitik, die die Beschäftigung ankurbelt und in sinnvolle Bereiche, investiert. Der Ausbau von Pflege und Betreuung, Investitionen in die Bildung, in den öffentlichen Verkehr und in den Umweltschutz sind nötig und bringen allen was", so Kaske abschließend.

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