Rektor Engl: Strategieplanung "Universität Wien 2015" fixiert

Wien (OTS) - Im ersten Halbjahr 2012 beginnen die Leistungsvereinbarungsgespräche, die Budgetverhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium. Vorbereitend hat die Universität Wien ihre Strategieplanung für die kommenden Jahre formuliert. Dokumentiert ist diese im Entwicklungsplan, der Ende letzter Woche einstimmig vom Universitätsrat genehmigt wurde. "Die Verbesserung der quantitativen Betreuungsverhältnisse und das Halten der internationalen Forschungsreputation sind die zentralen Themen der Universität", so Rektor Heinz W. Engl. Mit dem Entwicklungsplan dokumentiert die Universität nicht nur ihre Zielsetzungen, sondern zeigt auch auf, wie die Universität Wien die anstehenden Herausforderungen bewältigen will.

Die Autonomie hat der Universität in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung ermöglicht. "Die inneruniversitäre Budgetverteilung erfolgt nach leistungs- und bedarfsorientierten Kriterien. Es ist sichergestellt, dass die Mittel im Hörsaal und im Labor, bei den Studierenden und den WissenschafterInnen, ankommen", so Rektor Heinz W. Engl. "Um die steigenden Anforderungen auch weiter bewältigen zu können, muss die bestehende Finanzierungslücke über die Leistungsvereinbarungen geschlossen werden."

Studienabschlüsse um zehn Prozent gestiegen

Gestiegen ist nicht nur die Zahl der Studierenden, von 88.000 auf 91.000 im vergangenen Studienjahr, sondern erfreulicherweise in weit höherem Ausmaß die Zahl der Studienabschlüsse. "Im Vergleich zum Vorjahr sind die Studienabschlüsse um zehn Prozent gestiegen, insgesamt haben 8.245 Studierende im vergangenen Jahr ein Studium an der Universität Wien abgeschlossen", freut sich Rektor Heinz W. Engl. Aus dieser Stärke heraus formuliert die Universität Wien klar den Anspruch, ihr zukunftsweisendes Studienangebot weiter zu entwickeln, den Studierenden gute Betreuungsverhältnisse zu bieten und ihnen damit einen qualitativ hochwertigen Abschluss zu ermöglichen.

Neu: Zentrum für LehrerInnenbildung

Einen besonderen Schwerpunkt wird die Universität Wien in der Weiterentwicklung der Ausbildung von LehrerInnen legen. Die Universität Wien ist die größte Einrichtung für LehrerInnenbildung in Österreich. Sie bietet mit 26 Unterrichtsfächern ein breites Fächerspektrum an. Auch wenn politische Entscheidungen noch offen sind, kann und wird die Universität selbst Schritte zur Verbesserung der Organisation der LehrerInnenausbildung setzen und ein "Zentrum für LehrerInnenbildung" einrichten. Dieses wird als zentrale Stelle in allen Fragen der LehrerInnenbildung fungieren und auch die Kooperation mit anderen Einrichtungen als Aufgabenbereich haben.

Internationale Erfolge bei der Drittmitteleinwerbung

In der Forschung genießt die Universität Wien in vielen Bereichen große internationale Anerkennung. Im Vergleich zu anderen international hoch anerkannten Institutionen erbringt sie unter besonders schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen Höchstleistungen. Um den jeweiligen Fächern neue Impulse zu verleihen, sind Berufungen auf Professuren und Laufbahnstellen von zentraler Bedeutung. "Der Erfolg der Berufungen und die Stärke des wissenschaftlichen Nachwuchses spiegelt sich unter anderem in der erfolgreichen Drittmitteleinwerbung wider, in den vergangenen fünf Jahren konnte die Universität Wien die EU-Drittmittel nahezu verdoppeln", bilanziert Rektor Heinz W. Engl. Die weitere Stärkung der Universität im Drittmittel- und Innovationsbereich ist ebenso wie die umfassende Nachwuchsförderung - mit einem besonderen Schwerpunkt im Doktoratsbereich - entscheidend für die Stärkung der internationalen Konkurrenzfähigkeit.

Betreuungsintensität steigern, Infrastruktur verbessern

"Um die im Entwicklungsplan definierten Ziele erreichen zu können, müssen die bestehenden Probleme bei den quantitativen Betreuungsverhältnissen gelöst werden und muss die Ausstattung mit Infrastruktur, insbesondere für die Forschung, nachhaltig verbessert werden", so Rektor Engl. Zentrale Anliegen der Universität Wien für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode sind daher die Umsetzung der Studienplatzfinanzierung und eine zukunftsorientierte Infrastrukturplanung im Zuge der Umsetzung des Hochschulplans.

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