Energiepolitisch die richtigen Signale setzen - Investitionen in Erneuerbare Energien steuerlich erleichtern. Trotz Sparpaket

Wien (OTS) - Wiederauflage der thermischen Sanierung ist positiv; Sanierungsraten bleiben aber ohne weitere Maßnahmen auf niedrigem Niveau. Erneuerbare Energie Österreich fordert: Investitionen in Erneuerbare trotz Sparpaket steuerlich begünstigen.

Erneuerbare Energie Österreich begrüßt die Wiederauflage der Förderoffensive für die thermische Sanierung für das Jahr 2012. Damit wird die Förderaktion wieder positive Effekte für Umwelt, Wirtschaft und Hausbesitzer auslösen.

Ein Highlight des neuen Förderpakets ist sicherlich die gestaffelte Förderung bei Teilsanierung, beginnend bei einer Mindestgesamtenergieeinsparung von 10 Prozent. " Im Rahmen einer Sanierung werden damit auch die Möglichkeiten für die Umstellung auf umweltfreundliche Heizsysteme verbessert, wenn sich der einzelne Haus- oder Wohnungsbesitzer nicht gleich eine Gesamtsanierung leisten kann", kommentiert Josef Plank, Präsident von Erneuerbare Energie Österreich das neue Förderpaket.

Positiv sieht Plank auch die Erleichterungen für Sanierer im mehrgeschossigen Wohnbau. Musste im letzten Jahr für eine Gesamtsanierung ein einstimmiger Eigentümer-Beschluss vorliegen, um in den Genuss der Förderung zu kommen, genügt ab Februar 2012 bereits ein "rechtlich nicht mehr anfechtbarer" Mehrheitsbeschluss.

Umstellung auf ökologische Heizsysteme steuerlich begünstigen.

Dennoch: Für die Umstellung unserer Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energieträger reicht der jetzige Sanierungsscheck nicht aus. Erneuerbare Energie Österreich fordert daher den Heizungsumtausch in Zukunft zu stärken. Etwa mit Steuererleichterungen bei Investitionen in ein neues Heizsystem, zum Beispiel durch die Deklarierung als Sonderausgabe im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung oder Einkommenssteuererklärung.

Zur Steigerung der Sanierungsraten sind langfristige Begleitmaßnahmen notwendig

Auch die schwachen Sanierungsraten der letzten Jahre werden durch das Förderpaket nicht wesentlich gesteigert werden können. Laut österreichischer Energiestrategie wären eine jährliche Sanierungsrate von 3 Prozent notwendig, um unseren Energiebedarf in den Haushalten nachhaltig senken und damit die Energie- und Klimaziele einhalten zu können. "Das notwendige Niveau für die Steigerung der Sanierungsraten kann nur mit langfristigen Begleitmaßnahmen erreicht werden. Etwa durch Programme, die es den Energiedienstleistern ermöglichen, qualifiziertes Personal in einem finanziell vertretbaren Rahmen sukzessive aus- und weiterbilden zu können, damit die Branche auch in Zukunft qualitativ hochwertige Energiedienstleistung anbieten kann", meint Plank.

Hunderttausende Heizungen in Österreich - vorwiegend - Öl- und Gasheizungen sind älter als 20 Jahre. Eine rascher Austausch auf moderne, nachhaltige Heizungssysteme auf Basis erneuerbarer Energieträger würde den Energieverbrauch nicht nur um mehrere Millionen Tonnen CO2 reduzieren und dem Staat viel Geld sparen, sondern auch den Energieverbrauch nachhaltig senken.

"In den jetzigen Verhandlungen rund um eine neues Sparpaket kann die Regierung energiepolitisch Farbe bekennen und zeigen, dass sie es vor allem in der Raumwärme ernst meint mit der Energiewende. Gerade jetzt ist es wichtig, jene zu unterstützen, die bereit sind, ihr Haus oder ihre Wohnung auf ein nachhaltiges Energiesystem umzurüsten" ,fordert Präsident Plank einmal mehr die Regierung auf, energiepolitisch die richtigen Signale zu setzen.

Über den Verband Erneuerbare Energie Österreich:

Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) ist ein Dachverband der Spartenverbände der erneuerbaren Energie (EE) in Österreich. Der EEÖ hat das Ziel die Energieversorgung in Österreich mittelfristig auf 100 Prozent EE umzustellen. Der jüngst veröffentlichte
OECD- Bericht zum Klimawandel unterstreicht das auf das Dramatischste. Nicht die Kosten für die Energiewende sollen im Mittelpunkt der Diskussion stehen, sondern die Auswirkungen und Kosten des Scheiterns auf das Klima, für die Wirtschaft und unsere Zukunft. Als visionäres, innovatives und schlagkräftiges Sprachrohr zum Thema der erneuerbaren Energien will sich der EEÖ in der Politik und Wirtschaft verankern und für effizienteren und sparsamen Umgang mit Energie eintreten. Im EEÖ ist das Wissen und die Kompetenz der Spartenverbände gebündelt.

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