Sima: 4 Jahre WasteWatcher - Ein Erfolgsmodell

Dramatischer Rückgang der Sauberkeitsvergehen

Wien (OTS) - Minus 46 % illegal abgestellte Kühlgeräte, minus 32 % illegal abgelagerter Sperrmüll, minus 28 % illegal abgestellte Einkaufswagerl, und 47.200 gefüllte Hundekotsackerl täglich in Wiens Mistkübeln - eine erfreuliche Bilanz zieht Umweltstadträtin Ulli Sima anlässlich des 4-jährigen Jubiläums der WasteWatcher. Seit 1. Februar 2008 kontrollieren sie die Sauberkeitsspielregeln in Wien und die Erfolge sind beachtlich. "Wien ist und bleibt eine der saubersten Städte der Welt. Die Wienerinnen und Wiener tragen entscheidend dazu bei, sie nutzen zum überwiegenden Großteil das top-Angebot der Stadt Wien. Zum anderen wirken natürlich die strengen Kontrollen. In Wien gibt es keine Ausreden, den Mist nicht ordnungsgemäß zu entsorgen", betont Sima einmal mehr. Sie bedankt sich bei den WasteWatchern: "Ich weiß, dass Ihre Aufgabe nicht immer einfach ist, doch Sie beweisen jeden Tag aufs Neue Fingerspitzengefühl und sorgen dafür, dass sich die Wienerinnen und Wiener an die Sauberkeitsspielregeln halten".

Host an Tschick? Sensationelle Erfolge auch bei den Tschickstummeln

Auch in Sachen Tschick-Stummel verzeichnet die MA 48 beachtliche Erfolge. Mittlererweile stehen den Raucherinnen und Rauchern über 10.800 Papierkörbe mit Aschenbechern und 850 Aschenrohe zur Verfügung, um die Zigarettenstummel ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Aschenrohre fassen 1.000 Zigarettenstummel, sie stehen auf stark frequentierten Plätzen und werden gut angenommen. Jährlich landen mittlerweile 26,3 Mio. Stück in den dafür vorgesehen Behältnissen der MA 48.

Seit 2010 entspricht dies einer Steigerung von 58 %. Nachdem das Serviceangebot auch für die Raucher entsprechend ausgeweitet und parallel dazu auch Plakatkampagnen mit dem Strafrahmen lanciert wurden, greifen die WasteWatcher auch bei diesen Delikten verstärkt durch: Im Jahr 2011 wurden 1.504 Amtshandlungen im Bezug auf gelitterte Zigarettenstummeln durchgeführt, wobei es zu über 800 Organstrafen und über 400 Anzeigen kam.

top-Angebot der MA 48 - kein Grund für Ausreden!

Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der alljährlichen wienweiten Putzaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll ständig ausgebaut. Es gibt mittlerweilen 2.900 Hundesackerlautomaten mit "Gratis Sackerl fürs Gackerl", 24.000 öffentliche Papierkörbe, 10.800 davon mit Aschenbechern und 850 freistehende Aschenrohre. Es gibt 19 Mistplätze und 200.000 Altstoffsammelbehälter für die getrennte Sammlung. Das gesamte Angebot der MA 48 ist im Internet am Onlinestadtplan der Stadt Wien (www.wien.gv.at/stadtplan, Karteninhalt "Saubere Stadt") -dort finden sich sämtliche Hundesackerlautomaten, öffentliche Bedürfnisanstalten, Mistplätze, Problemstoffsammelstellen und öffentlich Altstoffbehälterstandorte in der Nähe einer zuvor angegebenen Adresse.

4 Jahre WasteWatcher: über 19.000 Amtshandlungen

Seit Februar 2008 kontrollieren die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht die Spielregeln und strafen bei Vergehen. Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es teuer werden. "Die Gelder sind zweckgebunden und werden natürlich für Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet", so Sima. Seit Februar 2008 führten die WasteWatcher über 19.000 Amtshandlungen durch.

Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und 370 ausgebildete Mitarbeiter bei der MA 48 und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in zivil unterwegs.

Die Bilanz der WasteWatcher 2011 ist sehr beeindruckend und zeigt die Effizienz dieser Straftruppe: Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2011 um 49 Prozent mehr Amtshandlungen und um 18 % mehr Infogespräche. Die Anzeigen nahmen sogar um 138 % zu, die Organstrafen immerhin um 76 %, bei den Ermahnungen kam es wiederum zu einer Abnahme um 12 %. Allein im Jahr 2011 gab es knapp 3600 Organstrafen und über 1900 Anzeigen gegen Müllsünder.

Diese Zahlen belegen die hohe Trefferquote der WasteWatcher und bestätigen die effiziente Einteilung der WasteWatcher an bekannten bzw. gemeldeten Hot-Spots von Verunreinigungen. Diese Zahlen beeindrucken umso mehr vor den Hintergrund, dass die Sauberkeit messbar besser geworden ist und in der Realität weniger gelittert wird, als vor Einführung der WasteWatcher 2008.

Hohe Akzeptanz und Bekanntheit der WasteWatcher - hohe Auszeichnung

Die WasteWatcher erfreuen sich bei der Wiener Bevölkerung großer Beliebtheit. Auch vier Jahre nach deren Einführung unterstützen 93 Prozent der Bevölkerung die Arbeit der WasteWatcher. Sie fordern weiterhin starke Kontrollen und Bestrafungen bei Verunreinigungen, lediglich 4 % lehnen diese Maßnahme ab. Nach 4 Jahren liegt die Bekanntheit der WasteWatcher bereits bei über 70 %. Beides sind sensationelle Werte für eine derartige Straftruppe.

Neben dem positiven Zeugnis durch die Bevölkerung gab es für die WasteWatcher 2011 auch eine hohe Auszeichnung von der Gesellschaft für Prozessmanagement: Für die gut funktionierenden Arbeitsabläufe und das Know-how im Prozessmanagement erhielten sie den anerkannten GPard-award - ein Beweis für den kundenorientierten Ablauf in Sachen Sauberkeit.

Neben den Kontrollen wird es auch wieder eine Vielzahl von bewusstseinsbildenden Maßnahmen in Sachen Sauberkeit geben, wie die alljährliche Mitmachaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" vom 23. April bis 08. Mai 2012 oder das Mistfest im September.

Aktionstage: Hohe Präsenz

Seit Sommer 2008 werden auch Aktionstage organisiert, an denen in ausgewählten Bezirken zwischen 40 und 100 WasteWatcher konzentriert kontrollieren. 2011 wurden 22 derartige Aktionen durchgeführt, im Schnitt 2 pro Monat. Für 2012 sind 24 Schwerpunkttage geplant, der nächste findet beispielsweise am Samstag, dem 11. Februar 2012 im Westen Wiens statt.

Anhang: Aktuelle Fallbeispiele aus dem Leben der WasteWatcher

o Im Juli 2011 räumte eine Hundebesitzerin die Hinterlassenschaften ihres Hundes in einer Grünfläche am Handelskai nicht weg. Die Beamten stellten sich vor, erklärten ihr die Rechtslage und übergaben ihr sogar ein "Doggy-Bag" mit Hundekotsackerl. Diese gab sie den Organen aber zurück und meinte, sie zahle Hundesteuer und hebe daher aus Prinzip nicht auf. Sie erhielt ein Organmandat zu 36 Euro, welches sie nicht einzahlte. Die darauf folgende Anzeige kostete sie 320 Euro.
o Am Spielplatzgelände des Dadlerparks im 15. Bezirk verzehrte eine Dame im Sommer 2011 Sonnenblumenkerne und warf die Schalen auf den Boden. Als die Beamten sie deshalb ansprachen, wurden sie beschimpft und die Dame warf auch noch die restlichen Kerne auf den Boden. Sie erhielt ein Organmandat, welches sie nicht bezahlte. Eine rechtskräftige Anzeige in der Höhe von 320 Euro war die Folge.
o Im August 2011 wird bei einer Altstoffsammelinsel ein großer Müllsack illegal abgelagert: Durch den Inhalt konnte der Verursacher ausgeforscht und mit 220 Euro bestraft werden.
o Im September 2011 hat ein Taxifahrer die Wagenscheibe seines eigenen Autos eingeschlagen und die Scherben auf die Fahrbahn gekehrt. Ein Zeuge konnte die Kennzeichennummer des Fahrzeuges bekanntgeben und die Tat bestätigen. Die Scherben wurden von der MA 48 entfernt und der Taxifahrer erhielt eine Anzeige von über 200 Euro.
o Im Juni 2011 warf ein Mann am Spielplatz im Waldmüllerpark einen Zigarettenstummel in hohem Bogen auf den Boden. Die Überwachungsorgane schritten ein und erklärten dem Mann das Delikt nach dem Wiener Reinhaltegesetz. Der Mann war sehr ungehalten und uneinsichtig. Er schickte eines seiner beiden Kinder, um den Zigarettenrest aufzuheben. Ein Organmandat wurde ausgestellt, welches aber nicht bezahlt wurde. Anzeige mit 200 Euro rechtskräftig abgeschlossen.
o Am Simmeringer Platz im 11. Bezirk warf ein Mann einen Trinkbecher in die Wiese. Ein WasteWatcher forderte ihn auf, den Becher aufzuheben. Für das Verunreinigen gab es ein Organmandat zu 36 Euro, das er aber nicht bezahlte. Durch die darauf folgende Anzeige kostete ihm der weggeworfene Becher schlussendlich 200,-
o Im Herbst sah ein Mitarbeiter der MA 48, wie eine Dame in der Eichenstraße eine brennende Zigarette weit aus dem Fahrerfenster in den Gegenverkehr warf. Durch das Kennzeichen konnte die Lenkerin ermittelt und nach dem Wiener Reinhaltegesetz angezeigt werden. 200 Euro Strafe

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