"maxiDoc(R)" - Der Ausweg aus der ELGA-Misere

Österreichischer Hausärzteverband präsentiert erfolgversprechende Offline-Alternative zum teuren ELGA-Projekt

Wien (OTS) - Während die Gesundheitsreformer nach wie vor vehement um ihre ELGA kämpfen, gibt es längst eine sinnvollere Alternative. Der in Deutschland entwickelte maxiDoc(R) ist ein einfacher USB-Stick mit riesiger Kapazität für alle wichtigen Gesundheitsdaten, der im Besitz des Patienten verbleibt und von diesem mit Passwort geschützt wird. "Damit könnten Millionen an Steuergeldern gespart und zudem der Datenschutz bestmöglich gewährleistet werden", ist der Österreichische Hausärzteverband (ÖHV) überzeugt. Im Mittelpunkt eines Diskussionsabends am 28. Februar im Wiener RadioKulturhaus steht ein umfassender Vergleich der Offline- mit der Online-Variante. Oder wie die veranstaltenden Hausärzte formulieren: David gegen Goliath; Patientenautonomie und Verschwiegenheit gegen "Gläserner Mensch".

"Dem Schutz vertraulicher und sensibler Gesundheitsdaten kommt in der Arzt-Patienten-Beziehung ebensolche Bedeutung zu wie einer qualitätsvollen, individuellen Behandlung", ist ÖHV-Präsident Dr. Christian Euler überzeugt. Die gigantomanische Online-ELGA des Gesundheitsministers mit ihren unüberschaubaren Kosten und ihrer jahrelangen Vorlaufzeit ziele indes auf zentralistische Daten-Generierung in großem Stil und "evidenzbasierte" Zuteilungsmedizin statt persönlicher Gespräche und Therapiekonzepte.

So funktioniert maxiDoc(R)

Wie es anders und ganz im Sinn einer patientenorientierten Medizin gehen könnte, zeigt die Offline-Variante maxiDoc(R) , die dem zu befürchtenden "legalen" Zugriff auf heikle Gesundheitsdaten durch unterschiedlichste Institutionen einen Riegel vorschiebt. "Die Speicherung der Daten auf dem Stick bietet dem Patienten die Gewissheit, dass seine Daten nur von jenen gelesen werden können, denen er sein Passwort gibt. Ausgenommen sind lediglich lebenswichtige Notfalldaten wie Blutgruppe, Allergien oder Unverträglichkeiten, die im Fall des Falles für jeden Ersthelfer jederzeit zugänglich sind", betont Produktentwickler Dr. Franz Tenbrock, der den maxiDoc(R) bei der ÖHV-Veranstaltung in Wien praxisnah vorstellen wird.

Für die Nutzung des maxiDoc(R) benötigt der Arzt keine teure Hardware oder aufwändige Installationen, Übertragungen vom eigenen EDV-System auf den Stick sind nach einfacher Registrierung möglich. Die Speicherkapazität von 1 Gigabyte ermöglicht die vollständige Speicherung sämtlicher Verschreibungen und Untersuchungsergebnisse, bis hin zu EKG-Ausdrucken, Röntgenbildern oder Tomographie-Befunden -kostengünstig und zeitsparend. Die Struktur des maxiDoc(R) ist anwenderfreundlich und übersichtlich und selbst für weniger geübte Computerbenützer durchaus einfach. Eine Internet-Verbindung gibt es nicht, und somit auch keine Gefahr von Viren, Hackern etc. Nicht zu vergessen: maxiDoc(R) funktioniert im Gegensatz zu ELGA weltweit, nicht nur in Österreich.

Recht auf Datenhoheit

"maxiDoc(R) kann somit alles, was auch ELGA kann, respektiert aber das Recht des Menschen, Herr seiner eigenen Daten zu bleiben", betont Hausärzte-Präsident Euler. Dass die ELGA-Fanatiker diese Alternative nicht einmal ernsthaft prüfen, wundert ihn freilich nicht, gehe es diesen doch "vorrangig um Steuerungsmacht und ökonomische Interessen". Es sei ein "riesiger Unterschied in der Wertschätzung des Patienten, ob man ihm die Verfügung über seine Daten überlasse oder lediglich die Möglichkeit gäbe, an autorisierten Stelle auch einmal ins System zu schauen", meint Euler.

Faktor Mensch

Ähnlich beurteilt dies Dr. Christian Husek, Allgemeinmediziner und Begründer der "Initiative ELGA", die versuchen will, das "staatliche Großprojekt ELGA durch rechtzeitige Information und Mitarbeit für alle Österreicher verträglich zu gestalten": "Der Faktor Mensch wurde bisher in Konzeption und Akzeptanzmanagement der e-Health-Projekte weitgehend vergessen. Und damit die Freiwilligkeit für Arzt und Patient, elektronische Werkzeuge im Gesundheitssystem zu verwenden oder auch nicht", so Husek. Bei allen großen, vernetzten Systemen bestehe jedoch ein deutlich größeres Risiko der Verletzung der Datenautonomie als bei kleinen lokalen Anwendungen.

Gesundheitsökonom Dr. Ernest Pichlbauer vertritt den Standpunkt, dass es letztlich gleichgültig sei, wie die Informationen in der Gesundheitsversorgung fließen, solange sie nur fließen. "Elektronisch ist sicher Papier vorzuziehen, aber das Wie bleibt egal, solange der Behandlungsprozess, der das Vertrauen aller Beteiligter braucht, unterstützt und nicht irritiert wird. Der Diskussionsabend des Österreichischen Hausärzteverbandes will diesen Aspekt ebenso wie die ökonomische, rechtliche und menschliche Perspektive des Offline-Online-Vergleiches in den Blickpunkt rücken.

Diskussionsabend "David gegen Goliath. Die ELGA-Alternative"

Referenten:
Dr. Franz Tenbrock
Facharzt für Allgemeinmedizin, Mitentwickler des Produktes
maxiDoc(R)

Dr. Christian Husek
Arzt für Allgemeinmedizin und Begründer der Initiative ELGA

Dr. Ernest Pichlbauer
Gesundheitsökonom und Forscher für Gesundheitsversorgung

Moderation:
Dr. Christian Euler
Präsident des Österreichischen Hausärzteverbandes

Datum: 28.2.2012, um 19:00 Uhr

Ort:
RadioKulturhaus
Argentinierstraße 30a, 1040 Wien

Url: www.hausaerzteverband.at

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