Tamandl zu Straßenbahn-Ausbauprogramm: ein weiterer Schritt zum Fleckerlteppich

Gesamtkonzept, statt Reaktion auf Zurufe gefordert

Wien (OTS) - "Sehr begrüßenswert", sei es, dass die Wiener Arbeiterkammer endlich aus dem Winterschlaf erwacht sei, kommentiert Gabriele Tamandl, Vorsitzende der ÖAAB-FCG Fraktion in der AK Wien, die Aussendung der Arbeiterkammer Wien zum Straßenbahn-Ausbauprogramm. Noch bei der Präsentation der Tarifreform, habe es ausschließlich Jubel aus der Arbeiterkammer gegeben. Dabei ist nur die Jahreskarte billiger geworden, alle anderen Ticketpreise werden steigen. "Die Tarifreform trifft damit genau die Pendlerinnen und Pendler, die gelegentlich auf die Öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Es besteht also auch weiterhin kein Anreiz, das Auto öfter stehen zu lassen", führt Tamandl aus. "Dass diese Erhöhung der Öffi-Preise niemanden zum Umsteigen bewegt, hat nun wohl auch die Arbeiterkammer Wien verstanden", so Tamandl.

Gesamtkonzept statt Fleckerlteppich Es müsse endlich ein Gesamtkonzept geben für den Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel in Wien: "Der Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel in Wien ist momentan nicht mehr als ein Fleckerlteppich. Hier werden auf Zuruf aus der Politik einzelne Linien eingeführt, ausgebaut oder abgeschafft. Das muss ein Ende haben. Ein Gesamtkonzept für den Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel in Wien ist zwingend notwendig", so Tamandl weiter.

Wunderwaffe Straßenbahn Die Straßenbahn als neues Wundermittel hinzustellen, sei dabei der falsche Weg: "Die Mischung macht es aus", meint Tamandl. "Die Straßenbahn ist beispielsweise als schnelle Verbindung quer durch die Stadt völlig ungeeignet", gibt Tamandl zu bedenken "Der Ausbau der U-Bahn bis an den Stadtrand und darüber hinaus ist unerlässlich, um gerade die Pendlerinnen und Pendler zum Umsteigen zu bewegen. Niemand steht freiwillig jeden Morgen stundenlang im Stau", so Tamandl, es fehle schlicht weg die Alternative. Das Angebot sei nicht gut genug. Tamandl fordert auch ein weiteres Mal den Bau der U5 ein: damit würde eine weitere Lücke im Öffentlichen Verkehrsnetz geschlossen.

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