Öllinger zu Strache: Eindeutige Klarstellung oder Rücktritt

Grüne: Auch andere Parteien sollen auf klare Worte drängen

Wien (OTS) - "Es ist unerträglich, dass Strache tagelang öffentlich zu seinen "Juden"-Vergleichen schweigt und die Interpretation dazu seinem Hexenmeister Vilimsky überlässt", kritisiert der Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger. In der gestrigen Diskussionssendung "Pro und Contra" auf Puls 4 hat FP-Abgeordneter Harald Stefan angekündigt, dass Strache erst am Mittwoch persönlich Stellung nehmen wolle. Öllinger: "Ich erwarte mir leider nur eine Reihe von Ausflüchten und weiteren Verdrehungen." Strache habe nur dann eine Chance, wenn er sich "erstens eindeutig von den Verbrechen distanziert, an denen Burschenschafter während des NS-Regimes beteiligt waren. Zweitens muss er sich von jenen Burschenschaften distanzieren, die noch immer ihre Alten Herren und Naziverbrecher ehren. Und drittens muss Strache klar und ohne Relativierung seine "Juden"-Vergleiche und seinen Stolz auf alle Alte Herren der Burschenschaften ("Ich bin stolz auf jeden unserer Alten Herren") zurücknehmen, meint der Grüne. Sollte Strache das nicht über die Lippen bringen, "dann sollte er wenigstens den Funken politischen Anstands haben und zurücktreten".

Öllinger wünscht sich mehr Druck auf den FPÖ-Chef von Seiten der Politik. "Ich hoffe, dass auch die anderen Parteien auf klare Worte drängen!"

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