KV-Runde: Harsche Kritik der Gewerkschaften an E-Wirtschaft

GPA-djp/PRO-GE erhöhen Druck: Österreichweite Betriebsversammlungen am 1. Februar

Wien (OTS/GPA-djp/PRO-GE/ÖGB) - Die Kollektivvertragsrunde für die 17.000 Beschäftigten der Österreichischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) wurde am 30. Jänner ohne Ergebnis unterbrochen. Bei den BetriebsrätInnen der Energieunternehmen herrscht große Verärgerung über die Arbeitgeberseite. Harsche Kritik kommt auch von Seiten der verhandelnden Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE: "Das Angebot der Arbeitgeber ist weder fair noch ausgewogen. Die Beschäftigten und BetriebsrätInnen werden daher gemeinsam mit ihren Gewerkschaften in den regionalen Betriebsversammlungen am Mittwoch konkrete Durchsetzungsmaßnahmen beschließen", sagen die beiden Verhander, Karl Proyer (GPA-djp) und Manfred Anderle (PRO-GE). ++++

Die BetriebsrätInnen und Gewerkschaften fordern eine Reallohnerhöhung für die Beschäftigten. Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite lag bei 3,2 Prozent IST-Erhöhung. Dazu kämen noch 0,2 Prozent, die in den Betrieben individuell verteilbar sein sollen. "Im Klartext ist das gerade einmal eine Inflationsabgeltung. Wobei manche Beschäftigte durch das betriebliche Verteilvolumen nicht einmal das bekommen würden", kritisieren Proyer und Anderle. Im Schnitt liege die Inflation in den letzten zwölf Monaten bei fast 3,3 Prozent.

Das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot samt hochgejubelter Einmalzahlung von 400 Euro sei "mit großer Sorgfalt erstellt und ein ausgewogenes Angebot", hieß es zuletzt von Österreichs Energie. "Einmalzahlungen können für die ArbeitnehmerInnen niemals ein Ersatz für nachhaltige Lohn- und Gehalterhöhungen sein. In Summe entspricht das zurzeit vorliegende Angebot nicht den Lohn- und Gehaltsabschlüssen vergleichbarer Branchen. So wurden etwa in der Mineralölindustrie die IST-Löhne- und -Gehälter um 4,2 Prozent erhöht. Die Beschäftigten erwarten jedenfalls bei der nächsten KV-Runde am 2. Februar konstruktivere Verhandlungen von Seiten der Arbeitgeber", sagen Proyer und Anderle.

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