Kleinwasserkraft erhofft sich von Wasserkraftkatalog Planungssicherheit statt Wasserkraftbremse

Transparenz und Objektivität zur Verfahrensunterstützung

Wien (OTS) - Nach intensiven Stakeholdergesprächen präsentierte Umweltminister Berlakovich heute den Kriterienkatalog Wasserkraft. Er gilt als Instrument zur Abwägung der öffentlichen Interessen im Wasserrechtsverfahren, insbesondere für jene Projektvorhaben, die sensible Gewässerabschnitte betreffen. Kleinwasserkraft Österreich begrüßt die Objektivierung dieser Abwägung durch einen bundesweiten Kriterienkatalog und erhofft sich dadurch mehr Planungssicherheit.

Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des Katalogs werden sich in den nächsten Monaten zeigen. "Der Wasserkraftkatalog soll den ökologischen Wasserkraftausbau unterstützen und zur Beschleunigung und zu mehr Transparenz bei Verfahren beitragen. Was nicht passieren darf ist, dass er sich als Wasserkraftbremse herausstellt. Vor diesem Hintergrund werden wir das Ergebnis der intensiven Gespräche in seinen Auswirkungen genau beobachten.", zeigt sich Christoph Wagner, Präsident von Kleinwasserkraft Österreich, vorsichtig optimistisch.

Insbesondere darf der Katalog keine Schwierigkeiten für den Bestand an Kleinwasserkraftanlagen im Zuge der Wiederverleihung von Wasserrechten bringen. Denn immerhin stellt die Österreichische Kleinwasserkraft den Strombedarf von rund 1,6 Mio. Haushalten bereit.

Da sich die Anwendung des Katalogs jedoch vorrangig auf Projektvorhaben in sensiblen Gewässerabschnitten konzentrieren wird, rechnet Kleinwasserkraft Österreich eher nicht mit solchen Problemen, vor allem, da der Kriterienkatalog Wasserkraft auch darauf verweist, dass Kleinwasserkraftwerke den gute ökologische Zustand von Gewässern nicht gefährden. "Diese Feststellung ist wichtig und richtig!", betont Präsident Wagner in diesem Zusammenhang. "So wird die Kleinwasserkraft auch in Zukunft einen beachtlichen Anteil des Stromverbrauchs im Einklang mit der Natur bereitstellen. Wie auch von Minister Berlakovich angesprochen, leisten diese dezentralen Stromproduzenten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie und sind eine wesentliche Säule für Energieautarkie.", stellt Wagner fest.

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