Diagnose: Krankenhausaufenthalt unleistbar! Ohne private Krankenversicherung eventuell auch in Österreich bald Realität.

Wien (OTS) - Das österreichische Gesundheitssystem leidet bekanntlich an chronischem Geldmangel. Eine wirksame Therapie für dieses Leiden konnte bisweilen noch nicht ausgearbeitet werden. Doch man forscht weiter nach Medizin für das kranke Gesundheitssystem. Ziel muss es sein, das Gesundheitssystem zu rationalisieren. Überflüssige Kosten und Posten sollen wegfallen und die vorhandenen Mittel optimal aufgeteilt werden. Dabei stellt sich die Frage: Wird die gesetzliche Krankenversicherung für eine optimale medizinische Versorgung in Zukunft noch ausreichen?

Beispiel Großbritannien: NICE is not nice

In Großbritannien versucht man seit geraumer Zeit, das Finanzierungsproblem auf eine umstrittene Art und Weise zu lösen: Das National Institute for Clinical Excellence - kurz NICE - erarbeitet Richtlinien, ob im National Health Service eine betreffende medizinische Leistung uneingeschränkt für die gesamte Bevölkerung, eingeschränkt für bestimmte Indikationen oder Patienten oder gar nicht finanziert werden soll. Nutzen und Kosteneffizienz werden genau unter die Lupe genommen. Die Schattenseite: Insgesamt wurde die Bezahlung von Behandlungen durch das Institut auf GBP 30.000.- pro Person limitiert. Was darüber hinausgeht, muss privat finanziert werden. Menschen ab einem gewissen Alter bekommen mangels Rentabilität keine Prothesen mehr implantiert. (http://www.nice.org.uk/)

"Auch in Österreich leidet das Gesundheitssystem unter chronischer finanzieller Unterversorgung: Im Gesundheitsministerium sollen 1,5 Milliarden Euro eingespart werden, im AKH fehlen 10 Mio. Euro, der Wiener Krankenanstaltenverbund muss sparen und Leistungen reduzieren, konfessionellen öffentlichen Spitälern werden die Förderungen gekürzt", weiß Prim Dr. Ebm, CEO der Wiener Privatklinik und fürchtet, dass derlei Maßnahmen wie in Großbritannien auch in Österreich schon in greifbarer Nähe liegen: "Der erste Schritt in Richtung britisches System ist hierzulande schon am Beispiel des Wiener AKH zu sehen. Wegen Sparmaßnahmen seitens des Betreibers wurden dort vor wenigen Wochen Leistungen für Patienten einfach gestrichen und das Personal massiv gekürzt. Das ist der direkte Weg zur einer Rationierung der Gesundheitsmaßnahmen nach britischem Vorbild." Proteste seitens des Personals und der Ärztekammer konnten die Leistungskürzungen und den Personalabbau nicht verhindern.

Private Krankenversicherung als Absicherung

Wer für sich selbst eine ausreichende medizinische Versorgung gewährleistet wissen möchte, der hat die Möglichkeit, sich zusätzlich zur gesetzlichen mit einer privaten Krankenversicherung abzusichern. Dies empfiehlt auch Prim. Dr. Ebm: "Das ist wohl die sicherste Methode, die fehlenden staatlichen Mittel auszugleichen, damit man für sich selbst eine optimale Gesundheitsversorgung beanspruchen kann."

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