Gemeinsame Erklärung der Jugendorganisationen

Politik soll im Sinne der Jugend endlich handeln!

Wien (OTS/PWK069) - "Wo bleibt der Aufschrei der Jungen?",
müssen wir uns immer und immer wieder anhören. Wir Jungen sind nicht stumm. Doch man kann so laut schreien wie man will, wenn einen das Gegenüber nicht hören will. Wir, die Vertreterinnen und Vertreter von über 300.000 jungen Menschen in diesem Land, wollen mit dieser Erklärung gemeinsam ein starkes Signal senden: Wir nehmen nicht länger hin, dass die Politik weiterhin verantwortungslos und kurzsichtig handeln will. Jahrzehntelang wurde nicht auf die Folgen für uns Junge Bedacht genommen. Das Ergebnis: Ein gewaltiges Budgetdefizit, eine ineffiziente Verwaltung und ein Pensionssystem, das mit jedem Tag immer schwieriger finanziert werden kann.

Auf diese bekannten Probleme wurde bisher immer nur mit einer Antwort reagiert: Schulden und noch mehr Schulden. Über die Jahrzehnte wurde anstelle von notwendigen Reformen ein gewaltiger Schuldenberg aufgetürmt, der uns heute alle zu erdrücken droht.

Diese Schuldenpolitik hat das Problem nicht gelöst sondern verstärkt: Verwaltung und Pensionen verschlingen mehr Geld denn je und die Schulden werden immer mehr. Insgesamt 200 Milliarden Euro hat sich der Staat ausgeborgt, ohne darüber nachzudenken, wer das Geld inklusive Zinsen einmal zurückzahlen muss. Es sind wir Jungen, die so für die Fehler der letzten Jahrzehnte ein Leben lang bezahlen müssen. Doch darauf haben wir ehrlich gesagt keine Lust mehr. Es ist uns Jungen nicht mehr zumutbar, dass ständig Politik auf unsere Kosten betrieben wird und uns die Systemfehler von Tag zu Tag mehr einholen.

Diese Systemfehler sind offensichtlich, wie etwa bei den Pensionen: Wir Jungen arbeiten, wir zahlen ein, wir leisten unseren Beitrag, aber kaum ein junger Mensch glaubt wirklich daran, dass er oder sie eines Tages noch eine ausreichende Pension bekommen wird. Wir wollen nicht heute in ein System einzahlen, aus dem wir möglicherweise kaum mehr etwas herausbekommen werden. Fast nirgendwo anders in Europa gehen so viele Menschen so früh in Pension wie in Österreich, durchschnittlich sechs Jahre zu früh. Wir Jungen fordern, dass das Pensionssystem endlich reformiert wird. Es geht uns nicht um Pensionskürzung, sondern um den Abbau von Pensionsprivilegien. Wir fordern Maßnahmen, damit die Frühpensionslawine gestoppt wird und sichergestellt ist, dass unsere Beiträge nicht umsonst, waren und auch wir Jungen eines Tages eine faire Pension bekommen werden.

Wir fordern aber auch, dass die Politik in allen anderen Bereichen sinnvoll und nachhaltig mit unserem Geld umgeht. Sicher ist, dass es überall viel Potential für Einsparungen gibt. Wir haben in Österreich sicher kein Einnahmenproblem - sondern wir "verbrennen" zu viel Geld in ineffizienten Strukturen. Dass wir bereits jetzt rund 8 Milliarden Euro für Zinszahlungen für unsere Schulden berappen müssen, ist sicher nicht nachhaltig. Mit diesem Geld könnte man stattdessen das Budget für die Pflichtschulen und die Forschung verdoppeln, damit Österreich weiterhin wettbewerbsfähig bleibt.

Mit dieser gemeinsamen Erklärung wollen wir Jungen klarstellen, dass wir es uns in Zukunft nicht mehr gefallen lassen, wenn man Politik auf unsere Kosten betreibt. Denn damit betreibt man Politik auf Kosten der Zukunft. Wir erwarten, daher dass JETZT ENDLICH die nötigen Strukturreformen angepackt werden und die nachhaltige Sanierung des Staatshaushaltes erfolgt. (PM)

Beteiligte Organisationen:
AktionsGemeinschaft, Junge Industrie, Junge ÖVP, Junge Wirtschaft, Landjugend Österreich, Mittelschüler-Kartell-Verband, Österreichischer Cartellverband, Österreichische Jungbauernschaft -Bauernbund Jugend, Österreichische Kinderwelt

Rückfragen & Kontakt:

AktionsGemeinschaft:
Mag. Martin Brenner
(0650) 74 29 355
martin.brenner@aktionsgemeinschaft.at

Junge Industrie:
DI Lenz SIMON
(01) 71135 2444
l.simon@iv-net.at

Junge ÖVP:
Stephan Mlczoch
(0664) 85 92 933
stephan.mlczoch@junge.oevp.at

Junge Wirtschaft:
Mag. Elisabeth Zehetner
(05) 90 900 -3 018
elisabeth.zehetner@wko.at

Landjugend Österreich:
DI Sophia Hellmayr
(0676) 83 44 18 562
s.hellmayr@lk-oe.at

Mittelschüler-Kartell-Verband:
Christian Nagel
(0664) 88 73 87 22
christian.n@vol.at

Österreichischer Cartellverband:
Mario Kuss
(0664) 76 05 432
mario.kuss@vorortglueckauf.at

Österreichische Jungbauernschaft - Bauernbund Jugend
DI Christina Spangl
(01) 505 81 73 - 23
c.spangl@bauernbund.at

Österreichische Kinderwelt
Ulrich Lanzer
(0676) 91 57 661
ulrich.lanzer@kinderwelt.at

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