Kärnten ist top bei Pendlerförderung

LH Dörfler und Abteilungschef Kreiner zogen Bilanz über erstes Jahr der Selbstabwicklung - Einsparungen von über 320.000 Euro pro Jahr gegenüber AK-Abwicklung

Klagenfurt (OTS/LPD) - Seit 2011 wird die Pendlerförderung durch das Land Kärnten mit Hilfe der Verkehrsverbund Kärnten GmbH abgewickelt. Darüber konnten heute, Montag, Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und der Leiter der Infrastrukturabteilung, Albert Kreiner, in einer Pressekonferenz eine äußerst positive Bilanz ziehen. 150.000 Euro jährlich kostet die Selbstabwicklung, während man zuvor für diese Leistungen 472.400 Euro an die Arbeiterkammer (AK) anweisen musste. Dörfler konnte also eine Einsparung von über 320.000 Euro pro Jahr vorrechnen, das seien 1,6 Mio. Euro in fünf Jahren. Vor diesem Hintergrund wies er klar die Kritik von Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach zurück: In Kärnten sei die Pendlerförderung nicht gekürzt worden und auch die von der AK vorgeworfenen Falschberechnungen von Anträgen habe es nicht gegeben. "Kärnten hat die mit Abstand höchste Pendlerförderung je Einwohner und die Abwicklung mit dem Verkehrsverbund läuft bravourös", betonte Dörfler.

Der Landeshauptmann sagte, dass 2011 insgesamt 24.172 Anträge auf Auszahlung der Pendlerförderung für das Jahr 2010 eingelangt seien. 20.564 davon seien gefördert worden. An die 19.494 Dienstnehmer sei ein Betrag von insgesamt 2.168.083 Euro gegangen, an die 765 Lehrlinge habe man 157.431 Euro ausbezahlt, Auszahlungen für Maut bzw. Abendschüler habe es 305mal gegeben (38.062 Euro). Die durchschnittliche Förderung pro Antrag beträgt also laut Dörfler 114,94 Euro. Der Landeshauptmann listete zudem Vergleichszahlen mit der Pendlerförderung je Einwohner in anderen Bundesländern auf. In Kärnten seien es ganze 6,60 Euro, Oberösterreich liege an zweiter Stelle mit 2,77 Euro, danach Niederösterreich mit 2,51 Euro, die Steiermark mit 1,48 Euro, das Burgenland mit 0,77 Euro und Tirol mit 0,16 Euro. In Wien, Salzburg und Vorarlberg gibt es keine vergleichbare Förderung.

"Und wir berechnen richtig. Bei allen Anträgen wurde den Förderkriterien zu 100 Prozent entsprochen. Und es wurde auch keine einzige Beschwerde von Fördernehmern an uns gerichtet", sagte er in Richtung AK. Deren Präsident Goach habe nämlich dem Land Falschberechnungen von über einem Drittel der Anträge vorgeworfen. Dörfler verwehrte sich entschieden gegen solche Falschbehauptungen. Auch Kreiner sagte, dass man diesen Behauptungen genau nachgegangen sei, mit dem Ergebnis, absolut korrekt berechnet zu haben. "Wir haben eine Topqualität in der Abarbeitung", so Kreiner.

Der Abteilungschef sagte, dass wieder die gleiche Fördersumme wie im letzten Jahr zur Verfügung stehe. Und es werde auch wieder nach den gleichen Richtlinien gefördert, die man einst mit der AK vereinbart habe. Rund 3,7 Mio. Euro stelle Kärnten jährlich bereit. Für 2011 würden auch schon 400 Anträge vorliegen, von denen bereits ein Großteil bearbeitet worden sei. Kreiner verwies auf die 23 Abgabe- und zwölf Beratungsstellen in den Bezirkshauptmannschaften, Bürgerbüros des Landeshauptmannes, Postbuskundenbüros oder Bahnhöfen. Er hofft auch auf die Unterstützung der Antragsteller durch die Betriebsräte. Demnächst werde ein Info-Folder in allen Haushalten per Post einlangen. Dieser ist, wie der Landeshauptmann hervorhob, völlig unpolitisch gestaltet. Dörfler und Kreiner appellierten noch an die Pendler, die Angebote des öffentlichen Verkehrs zu nutzen. "Mit den Schnellbahnen und weiteren Angeboten bieten wir ein Gesamtsystem der Pendlermobilität", meinte Kreiner.
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