Zusammenlegung der Krankenversicherungen geht auf Kosten der Versicherten

Verwaltungskosten bei Gebietskrankenkassen gering

Wien (OTS) - "Eine optimale Gesundheitsversorgung kostet Geld. Und in der Verwaltung sind die Gebietskrankenkassen schon jetzt enorm effizient. Wo sollen jene hunderte Millionen Euro an Einsparungen also her kommen?" Diese Frage stellt Ingrid Reischl, Vorsitzende der Trägerkonferenz im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, anlässlich der zuletzt immer wieder geforderten Zusammenlegung der Krankenkassen. Tatsache sei, dass die Verwaltungskosten der Gebietskrankenkassen pro Anspruchsberechtigten seit zehn Jahren nicht gestiegen sind, während die Inflation im gleichen Zeitraum um rund 20 Prozent zugelegt hat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kassen laufend zusätzliche Aufgaben übernommen haben.

"Es wird immer wieder von Synergien gesprochen, allein: Die konkreten Vorschläge, wo diese gehoben werden sollen, fehlen", kontert Reischl. "Unsere Aufgabe ist die bestmögliche Versorgung der Versicherten. Am Leistungsaufwand wird also auch eine Fusion der Kassen nichts ändern - außer die Politik will Leistungen kürzen." In diesem Zusammenhang empfiehlt Reischl den Grünen, die deutschen Rechnungshofberichte zu lesen, wonach die Fusion der Kassen die Verwaltungskosten erhöht, nicht senkt.

Österreich schneidet gut ab

Das österreichische System schneidet im Vergleich zu Deutschland gut ab: Während die heimischen Gebietskrankenkassen im Schnitt auf einen Verwaltungskostenanteil von 2,5 Prozent kommen - gemessen am Gesamtaufwand -, liegt der Wert in Deutschland bei über fünf Prozent. Was auch damit zu tun hat, dass bei den Nachbarn das System der Versicherungspflicht gilt: Der Wettbewerb der dortigen Krankenkassen um ihre Kunden erzeugt zusätzliche Kosten.

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