Öffentliche Wirtschaft lehnt Liberalisierung des Markts für Bodenverkehrsdienste auf Flughäfen ab

Geplante EU-Verordnung bedeute den Verlust an Arbeitsplätzen und Sicherheit für Reisende

Wien (OTS) - Der Verband der Öffentlichen Wirtschaft (VÖWG) als Teil der europäischen Sozialpartner warnt vor der geplanten EU-Verordnung über Bodenabfertigung auf Flughäfen. Die vorgesehene weitere Liberalisierung des Marktes gehe aus Sicht der öffentlichen Wirtschaft auf Kosten der Sicherheit und der Services auf Flughäfen. Aber nicht nur Reisende, sondern auch ArbeitnehmerInnen und lokale sowie regionale Wirtschaftstreibende wären die Leidtragenden.

"Ich befürchte, dass die geplante EU-Verordnung einen Verlust von Arbeitsplätzen sowie Lohn- und Sozialdumping mit sich bringt und den Wirtschaftsstandort Ost-Region schwächt", sagt VÖWG-Präsidentin Renate Brauner. Und weiter: "Der Flughafen Wien-Schwechat ist mit 18.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Region, in den wir gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten investieren müssen".

Der VÖWG formuliert in seiner Stellungnahme an die EU-Kommission seine Kritik. "Einsparungen bei Weiterbildungsmaßnahmen und Sicherheit setzen das hohe Maß an Zuverlässigkeit und rascher Abfertigung aufs Spiel. Hier sind die Standards der Mitgliedstaaten einzuhalten", erläutert Heidrun Maier-de Kruijff die Stellungnahme. Die komplette Liberalisierung der Bodenabfertigungsdienste bringe vor allem im Bereich Safety & Security enorme Probleme mit sich. Nicht zu vergessen seien die negativen Auswirkungen für die ArbeitnehmerInnen. Zudem sei die rechtliche Trennung abzulehnen. Die derzeitige Regelung sei vollkommen ausreichend, so Maier-de Krujiff weiter. "Und auch das sogenannte Subcontracting - also die Unterauftragsvergabe - ist abzulehnen, da klare Verantwortlichkeiten verschleiert werden".

"Die geplante Verordnung ist weder im Interesse der kommunalen Wirtschaft noch der ArbeitnehmerInnen und auch nicht im Interesse der Reisenden", sagen Brauner und Maier-de Kruijff unisono.

Der VÖWG vertritt die Interessen der öffentlichen Wirtschaft, insbesondere der Daseinsvorsorge und stellt die österreichische Sektion des europäischen Zentralverbands der Öffentlichen Wirtschaft (CEEP). Dieser ist Teil der drei anerkannten, sektorenübergreifenden europäischen Sozialpartner (EGB, Businesseurope).

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