FPÖ: Winter: Kulturministerium lässt Freilichtmuseum Stübing finanziell ausbluten

Vorsitzender des Stübing-Kuratoriums spricht von möglicher Zahlungsunfähigkeit noch in diesem Jahr

Wien (OTS) - "Manche Themen sind für die Bundesregierung wie politische Eintagsfliegen. Sobald sie aus den Medien verschwunden sind, verschwinden sie auch aus den Köpfen der Politiker", ärgert sich die steirische FPÖ-Politikerin NAbg. Susanne Winter. Besonders sauer stößt ihr die immer noch prekäre Finanzlage des Österreichischen Freilichtmuseums Stübing (ÖFM) auf.

Wie nämlich der Präsident des Kuratoriums der Stübing-Stiftung, Landeshauptmannstellvertreter. a.D. Prof. Kurt Jungwirth, in einer aktuellen E-Mail an alle steirischen Nationalratsabgeordneten bekanntgibt, müsse das Museum noch "in diesem Jahr Zahlungsunfähigkeit anmelden, wenn keine Verbesserung der Situation eintrete". Gesamteinnahmen in Höhe von 1.257.570 Euro in der Saison von 1. April bis 31. Oktober 2011 stünden Ausgaben von rund 1.340.000 Euro gegenüber. Die Ministerien, mit dem für Museen zuständigen Unterrichtsministerium, würden versuchen, sich aus Stübing zu verabschieden, so Jungwirth. Während das Land Steiermark jährlich 350.000 Euro beisteuere, beschränke sich die Subvention aus dem Kulturministerium auf läppische 73.000 Euro.

"Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat im Herbst des Vorjahres zugesagt, dass der Fortbestand jedenfalls bis 2013 gesichert sei. Parallel dazu würde auch ein Prozess der Neuorientierung stattfinden. Angesichts des Alarmsignals des Kuratoriumsvorsitzenden hat sich Schmids Tatendrang in den vergangenen Monaten wohl lediglich auf leere Versprechungen beschränkt", kritisiert Winter die bislang verabsäumte vertragliche Einigung.

Zwar könne keine Museumseinrichtung in Österreich kostenmäßig selbstdeckend geführt werden, jedoch erreiche das Freilichtmuseum Stübing einen beachtlichen Eigenfinanzierungsanteil von über 50 Prozent. Gegenüber 2004 wurden die Eigenleistungen von 318.150 Euro auf 662.770 Euro erhöht. Die kontinuierliche Steigerung der Besucherzahl auf derzeit rund 60.000 pro Jahr könne - abgegrenzt von den Museen in der Bundeshauptstadt - ebenfalls als außerordentlich positiver Vergleichswert zu anderen heimischen Museen gesehen werden.

Die steirische FPÖ-Abgeordnete fordert Schmied jetzt eindrücklich auf, von der stiefmütterlichen Behandlung des Freilichtmuseums abzurücken und sich abseits der identitätslosen linken Zeitgeistkultur endlich auch einmal für das kulturelle Erbe unseres Landes zu interessieren: "Nirgendwo sonst als in Stübing können Kinder und Erwachsene die vergangene bäuerliche Kultur und Lebensart besser kennenlernen. Mit den dortigen Aktionstagen wird altes Kunsthandwerk gepflegt und großes historisches Brauchtum an die Bevölkerung herangetragen", so Winter. Das Österreichische Freilichtmuseum Stübing brauche dieselbe Finanzierungssicherheit und ein jährlich abgesichertes Budget wie die unzähligen Wiener Museen, die der Ministerin jedoch scheinbar mehr zu Gesicht stehen würden.

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