Dramatische Unterkapazitäten in WU-Masterprogrammen

In den laufenden Begleitgesprächen zur Leistungsvereinbarung mit dem BMWF macht die WU auf dramatische Engpässe in den Masterstudien aufmerksam.

Wien (OTS) - In der Leistungsvereinbarung für den Zeitraum 2010 -2012 ist unter anderem festgehalten, dass die WU bei Vollbetrieb der Bachelor- und Masterstudien jährlich eine Kapazität für etwa 1.300 Absolvent/inn/en der Bachelorstudien und eine Aufnahmekapazität von 700 Beginner/innen der Masterstudien hat. In der Leistungsvereinbarung wird außerdem darauf hingewiesen, dass entsprechende Maßnahmen festzulegen sind, um eine neuerliche Verschlechterung der Studienbedingungen zu vermeiden, falls "die Anfänger/innenzahlen in den Masterstudien erheblich über diesen Annahmen liegen".

Zahl der Anfänger/innen übersteigt Kapazitäten um 50 Prozent

Im Wintersemester 2011/2012 haben sich an der WU 3.570 Personen für ein Masterstudium beworben, knapp 1.050 Masterstudien-Bewerber/innen haben die Aufnahmekriterien erfüllt und wurden zugelassen. Die Beginner/innenzahlen liegen damit um 50 Prozent über der in der Leistungsvereinbarung vereinbarten Kapazitätsgrenze von 700 Beginner/innen. Insgesamt haben derzeit bereits 1.823 Personen ein Masterstudium an der WU belegt. Da sich die Zahl der aufgenommenen Bachelorstudierenden mittelfristig auch erheblich auf die Nachfrage nach Masterstudienplätzen auswirkt, werden die Unterkapazitäten in den Masterprogrammen in den nächsten Jahren noch ansteigen. Die gesetzliche Voraussetzung für eine Regulierung der englischsprachigen Masterstudien ist zwar geschaffen, für die deutschsprachigen Masterprogramme gibt es diese Möglichkeit jedoch nicht, weshalb die Probleme einer nicht bewältigbaren Anzahl von Master-Studienanfänger/innen aufrecht sind und sich noch verschärfen werden.

Ausweitung von Kapazitäten & Budget oder flächendeckende Zugangsregeln in Masterprogrammen notwendig

Die WU macht darauf aufmerksam, dass sich in den Masterstudien eine ähnliche Problematik wie in den Bachelorstudien abzeichnet. Aufgrund des starken Andrangs in den Bachelorstudien hat die WU bekanntlich ein Schlichtungsverfahren eingeleitet und bekam zusätzlich Geld zugesprochen. "Einmal mehr muss ich darauf hinweisen, dass entweder eine bedeutende Ausweitung der Kapazitäten und des Budgets oder flächendeckende Zugangsregelungen für die Masterprogramme an der WU unumgänglich sind", so Rektor Christoph Badelt und weiter: "Alles andere ist vor allem gegenüber unseren Studierenden, die zwar ein Masterstudium beginnen können, aber aufgrund der Engpässe mit langen Wartezeiten oder mangelnder Betreuung rechnen müssen, nicht fair."

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