"Ohne Bildung stehst du nackt da!" - Schülerunion spricht Klartext

Die Kampagne "Ohne Bildung stehst du nackt da!" und der dazugehörige Kalender der Kärntner Schülerunion erregten erfolgreich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Wien, 30. Jänner 2012 (OTS) - "Reformen sollen zukünftig nicht durch politischen Druck überhastet umgesetzt werden, sondern unter Berücksichtigung der Schulpartner und der Unterrichtsqualität in der Übergangszeit", fordert die Landesobfrau der Kärntner Schülerunion, Elisabeth Stippich. "Das Pferd darf nicht von hinten aufgezäumt werden, wie es momentan bei der Zentralmatura geschieht. Zuerst muss sich der Unterricht ändern, dann die Matura", unterstreicht Jim Lefebre, Bundesobmann der Schülerunion, die Forderung. ****

Zudem muss man den Jahrgang für die Umsetzung der Reform so wählen, dass die Schüler genügend Zeit haben sich vorzubereiten. "Die Verschiebung des Mathematik-Matura-Termins ist daher unumgänglich", betonen Stippich und Lefebre. Die Einführung eines Qualitätsmanagements, das die flächendeckende und gleiche Umsetzung der Reformen gewährleistet, ist ebenfalls Teil der Forderungen.

Einbindung der Schulpartner

Den Schulpartnern (Lehrer, Eltern, Schüler) sollen mehr Kompetenzen und Beachtung auf Landes- und Bundesebene zugestanden werden. Sie sind von den Veränderungen des Systems direkt betroffen bzw. wissen bezüglich etwaiger Missstände am besten Bescheid.

Dies erfordert zuallererst aber die Einführung einer gesetzlichen Elternvertretung auf Landes- bzw. Bundesebene, wie es sie für Lehrer und Schüler bereits gibt. "Die Schulpartner sollen dann nach Vorbild des SGA (Schulgemeinschaftsausschuss) an den Schulen, auf Landesebene einen LSGA (Landes-SGA) bzw. BSGA (Bundes-SGA) bilden", wünscht sich der Bundesobmann der Schülerunion.

Die Kärntner Schülerunion fordert darüber hinaus die gesetzliche Verankerung von Schülerparlamenten bzw. Schülerlandtagen und des ÖSP (Österreichisches Schülerparlament). "Diese wichtigen Gremien werden regelmäßig abgehalten und sollen die Schüler-Meinung für den LSGA und BSGA generieren", beschreibt die Landesobfrau ihre Forderung genauer.

Budget/Verwaltung

Die Kärntner Landesorganisation fordert die Verkleinerung des Verwaltungsapparates, und infolgedessen die Abschaffung der Bezirksschulräte. Außerdem: die Einsparung unnötiger Posten und Gremien. "Es gibt z.B. zu viele Landesschulinspektoren und das Kollegium in den Landesschulräten kann durch einen LSGA ersetzt werden", schlägt Stippich vor.

"Das eingesparte Geld soll jedoch nicht vom Bildungssektor abgezogen werden, sondern direkt an den Schulen investiert werden. Zum Beispiel in die Ausstattung, diverse Lehrerfortbildungen oder den Unterricht. Weniger Geld für aufgeblasene politische Verwaltungsapparate bedeutet mehr Geld vor Ort, in den Klassen", ist der Bundesobmann, Lefebre, überzeugt.

"Veränderungen im Bildungssystem sollen auf Regierungsebene nicht durch parteipolitische Beweggründe hinausgezögert werden. Bildung soll überparteilich und fortschrittsorientiert bestimmt und wichtige Reformen sowie eine nachhaltige Bildungsdiskussion sollen sofort in den Vordergrund gestellt werden! Bildung ist unser höchstes Gut und quasi unsere einzige Ressource. Ohne Bildung steht Österreich nackt da!", sind sich Stippich und Lefebre einig.

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Organisation für Österreichs Schüler. Die Kärntner Schülerunion vertritt die regionalen Interessen der Schüler in Kärnten. Neben ihrer Arbeit direkt an den Schulen setzt sich die Schülerunion auch auf Landes- und Bundesebene für die Interessen der Schüler ein. Derzeit hält sie in der Bundesschülervertretung 23 von 29 Mandaten.

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