Seligsprechung Burjans "großes Geschenk für Kirche und Land"

Predigt Kardinal Schönborns bei Seligsprechungsfeier im Wiener Stephansdom

Wien, 29.01.12 (KAP) Die Seligsprechung Hildegard Burjans ist "ein großes Geschenk für die Kirche und für unser Land". Das unterstrich der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, in seiner Predigt zur Seligsprechung der Sozialpionierin und Gründerin der Caritas Socialis am Sonntagnachmittag im Wiener Stephansdom. Burjan habe in sozial schwerer Zeit Großes geleistet. "Nichts Frömmelndes, keine Schaustellung ihres Inneren, sondern das Sehen der Not, das Hinschauen, das Zupacken, das vernünftige soziale Handeln: das hat ihr über Parteigrenzen hinweg hohe Anerkennung eingebracht", hob Schönborn hervor.

"Gott gibt uns den Verstand, damit wir die Not einer Zeit, die Ursachen der Not, die Mittel, die zur Abhilfe führen, erkennen", zitierte der Kardinal die neue Selige. Das sei auch der Grund für ihr politisches Engagement gewesen. Volles Interesse für die Politik und entsprechendes Handeln gehörten für Burjan zum praktischen Christentum.

Die Kirche stelle sie als Selige nun ausdrücklich als Vorbild hin. Ihrem Vorbild nachzueifern, heiße "in die Schule Jesu" zu gehen. Genau das sei auch das "Reformprogramm" für die Erzdiözese Wien. "Die selige Hildegard Burjan hat gezeigt, dass dieser Weg in der Lebensschule Jesus wirklich die Welt verändern kann", hob der Wiener Erzbischof hervor.

"Hildegard Bujan, bitte für uns!"

Seligsprechung heißt nach kirchlicher Überzeugung aber auch, die Selige um Hilfe zu bitten, sie anzurufen und ihre Fürsprache zu suchen. "Heute dürfen wir sie um ihre Fürsprache bitten, diese große Frau der sozialen Tat, der ohne viele Worte gelebten Caritas Socialis! Selige Hildegard Burjan! Bitte für uns!", so der Kardinal.

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