AK Angelo: "Die direkte Forschungsförderung für heimische Industriebetriebe sichert Arbeitsplätze"

Die AK Wien fordert, dass nicht bei der direkten Forschungsförderung gespart wird: "Es geht um die indirekte Forschungsförderung. Da muss man genauer hinsehen."

Wien (OTS) - Die Bemühung des BMVIT Geld verstärkt Gelder für Forschung in Produktionsbetrieben auszugeben, die direkt Arbeitsplätze in Österreich schaffen, bewertet die AK Wien durchaus positiv: "Bei der direkten Forschungsförderung gibt es konkrete Gestaltungsmöglichkeiten, hier sollte auch im Zuge der Sparpakete nicht gekürzt werden", erläutert Silvia Angelo, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik der Arbeiterkammer Wien. Kritisch sollte allerdings die Gießkannenförderung der derzeitigen indirekten Forschungsförderung, also die Steuererleichterungen für Unternehmen, geprüft werden.

"In die indirekte Forschungsförderung fließen derzeit 350 Millionen Euro jährlich an eine Unzahl von Unternehmen - Tendenz steigend. Im Moment wird nicht ausreichend geprüft, ob diese Mittel sinnvoll verwendet werden. Die AK regt deshalb an, für eine genauere Prüfung -etwa durch die FFG - und mehr Outputorientierung zu sorgen." Wenn es laut Statistik Austria nur 420 forschende Großunternehmen gibt, es aber über 1.770 Veranlagungsfälle dieser Großunternehmen für die Forschungsprämie gibt, dann muss man hier genauer hinsehen.

In einer derart angespannten Budgetsituation ist die immer wieder aufgestellte Forderung von Wirtschaftsvertretern nicht nachvollziehbar, bei der Forschungsprämie die derzeitige Deckelung für die Auftragsforschung aufzuheben. Ganz zu schweigen davon, dass überhaupt nicht nachvollziehbar wäre, inwieweit die Forschungsaufträge überhaupt österreichischen Forschungseinrichtungen zugutekommen würden. Angelo fordert deshalb direkte Forschungsförderung in österreichische Industrieunternehmen: "Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sichern Arbeitsplätze. Gerade Österreich punktet schon heute mit seinen gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das soll auch in Zukunft so bleiben."

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Martina Madner
Tel.: +43-1 501 65-2151
martina.madner@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001