Greenpeace-Kritik an Almosen für thermische Sanierung

Umweltorganisation fordert Sanierungsmilliarde statt unnötiger Tunnelbauprojekte

Wien (OTS) - Aus Sicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist die heute von den Ministern Berlakovich und Mitterlehner angekündigte "Förderoffensive" für die thermische Sanierung lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Greenpeace befürchtet, dass die Neuauflage der 100 Millionen Euro an Fördergeld nicht im Stande sein wird, die derzeit minimale Sanierungsrate von nur einem Prozent des Gebäudebestandes deutlich anzuheben. "Während für fragwürdige Infrastrukturprojekte wie Lobau-, Brenner-, Koralm- oder Semmeringtunnel Milliarden locker gemacht werden, wird die thermische Sanierung mit Almosen abgespeist", kommentiert Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof.

Greenpeace fordert jährlich mindestens eine Milliarde Euro für Maßnahmen, die den Energiebedarf im Gebäudebereich beschränken. Innerhalb einer Generation könnte damit der gesamte Wohnbaubestand thermisch saniert werden. "Bei derzeitiger Förderhöhe wird es kaum gelingen den österreichischen Wohnbaubestand vor Ende dieses Jahrhunderts zumindest auf Niedrigenergiehaus-Standard umzurüsten. Leider nehmen die Minister ihre eigene Energie-Strategie, in der eine Sanierungsrate von drei Prozent angestrebt wird, nicht ernst", so Westerhof und betont: "Das Geld für eine wirkliche Effizienz-Offensive im Wohnbau gäbe es, wenn man es nicht für ebenso unnötige wie teure Tunnelprojekte verschwenden würde."

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Pressesprecherin, Greenpeace
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