Ostermayer: "Andenken an das Grauen des Holocaust bewahren und an jüngere Generation weitergeben"

Staatssekretär zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

Wien (OTS) - "Der Internationale Holocaust-Gedenktag erinnert an
die Unmenschlichkeit und an die furchtbaren Verbrechen des NS-Regimes. Diese Gräueltaten eines mörderischen Unrechtsregimes sind bis zum heutigen Tag in einer Weise unvorstellbar, dass sie noch immer die menschliche Vorstellungskraft übersteigen", sagte Staatssekretär Dr. Josef Ostermayer, heute, Freitag, anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages.

"Für Politiker unserer Generation ist es eine Verpflichtung daran zu erinnern, das Andenken wach zu halten und das Bekenntnis abzulegen, alles in unserer Macht stehende zu tun, um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu schützen und weiter zu entwickeln. Wir haben die Verpflichtung, autoritären Tendenzen in unseren Gesellschaften -in Österreich wie in Europa - mit Entschlossenheit entgegen zu wirken und dabei alle Möglichkeiten des demokratischen Rechtsstaates einzusetzen", so der Staatsekretär.

Von übergeordneter Bedeutung sei es dabei, dieses Wissen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Vor allem Projekte für Jugendliche würden einen wesentlichen Bestandteil der Erinnerungskultur ausmachen. "Es ist unsere Aufgabe, das Andenken zu bewahren und gerade bei den Jüngeren wach zu halten. Denn die für sie beinahe selbstverständlichen Werte wie Demokratie und Freiheit mussten erst unter größten Opfern erkämpft werden. Es ist die Aufgabe unserer Generation, deren Bedeutung zu vermitteln, um sie auch künftig bewahren zu können. Zu diesen Aufgaben zählt etwa auch die Erhaltung von Gedenkstätten", so Ostermayer.

"Österreich ist sich seiner Verpflichtung bewusst. Für die Instandhaltung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und die Sanierung des österreichischen Pavillons am Gelände des ehemaligen NS-Konzentrationslagers werden wir sechs Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit leistet Österreich einen Beitrag zur Erhaltung der wichtigsten internationalen Shoah-Erinnerungsstätten", so Ostermayer.

Das dafür am Ende des Vorjahres im Parlament beschlossene Gesetz habe noch eine zusätzliche symbolische Bedeutung. Österreich würdige nicht zuletzt damit den Einsatz von Hans Marsálek, dem erst vor Kurzem verstorbenen Gründer der Gedenkstätte Mauthausen, und bekräftige, seine Anliegen fortzuführen. "Ich betrachte es als eine Ehrerbietung unseres Landes gegenüber jenen Menschen, die sich wie Hans Marsálek unermüdlich gegen das Vergessen von Unrecht eingesetzt haben", so Ostermayer abschließend.

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