Bundeskanzler Faymann: "Demokratie und Rechtsstaatlichkeit schützen"

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz

Wien (OTS) - "Am heutigen Gedenktag jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 67. Mal. Es bleibt auch heute noch von größter Bedeutung, die Erinnerungsarbeit zu forcieren und wachsam zu bleiben. Ich möchte daher den Internationalen Holocaust-Gedenktag zum Anlass nehmen, um der Millionen Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft zu gedenken", so Bundeskanzler Werner Faymann heute, Freitag, anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages.

"Dieser besondere Jahrestag muss Anlass sein, den sechs Millionen jüdischen Opfern, darunter auch 1,5 Millionen Kinder, und allen Opfern der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft zu gedenken. In dieses Gedenken wollen wir aber auch jene mit einbinden, die später durch Traumatisierung, Krankheit, Verfolgung sowie durch den Verlust naher Menschen gelitten haben oder daran zugrunde gegangen sind", so der Bundeskanzler.

Gerade in Zeiten der Krise bestehe die erhöhte Gefahr, dass Ressentiments gegen Minderheiten, Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus auf fruchtbaren Boden fallen. "Wir müssen uns daher noch vehementer gegen das Leugnen oder Verharmlosen von NS-Gräueltaten einsetzen. Das sind wir nicht nur den Opfern dieses barbarischen Regimes schuldig. Wir tragen auch die Verantwortung, Menschenrechte und Demokratie in Zukunft mit noch mehr Nachdruck gegen Provokationen zu verteidigen und weiterzuentwickeln", so Faymann.

"Wir haben die Verpflichtung, autoritären Tendenzen in unseren Gesellschaften - in Österreich wie in Europa - mit Entschlossenheit entgegen zu wirken und dabei alle Möglichkeiten des demokratischen Rechtsstaates einzusetzen. Diese Aufmerksamkeit und Wachsamkeit muss für uns eine Selbstverständlichkeit sein. Das sind wir auch den Opfern und ihren Angehörigen schuldig", so Bundeskanzler Faymann.

Besonders Augenmerk müsse auch auf die Jugend gerichtet werden, die zur Wachsamkeit ermuntert werden müsse. "Jüngere Generationen sollen die Möglichkeit haben, sich ausreichend mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Daher müssen Bildungs- und Jugendprojekte einen wesentlichen Bestandteil der Erinnerungsarbeit bilden, um eine Wiederholung der Geschichte mit allen Mitteln zu verhindern", so der Bundeskanzler.

Faymann dankte den vielen Organisationen, Opferverbänden und Vereinen für ihr unschätzbares Engagement. "Nur durch ein gemeinsames Ankämpfen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Intoleranz und jede Form von Diskriminierung werden wir unsere zentralen Werte wie Freiheit und Demokratie sowie den sozialen Zusammenhalt auf nationaler, aber auch auf internationaler Ebene sichern", so der Bundeskanzler abschließend.

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