Wr. Gemeinderat - SP-Woller: "Stadteigene KunstGmbHs sichern kulturelle Leistung"

Wien (OTS/SPW-K) - "Es ist von der Opposition nicht zu erwarten, dass sie alles gut findet, was die Stadtregierung macht - dennoch gibt es Fakten und Realitäten, die man anerkennen sollte", erklärte der Vorsitzende des Kulturausschusses, SP-Gemeinderat Ernst Woller, im Rahmen der gestrigen Gemeinderatssitzung und reagierte damit auf die Kritik der Opposition, vor allem der ÖVP, bei der Woller Ahnungslosigkeit und das bewusste Falschverstehen bzw. das Verdrehen von Tatsachen ortete.

"Gerade die Wirtschaftspartei ÖVP müsste wissen, dass es so etwas wie Rechte und Verträge gibt - das gilt auch für Gerald Matt. Wenn die Staatsanwaltschaft oder das Kontrollamt eine relevante Schuldhaftigkeit Matts festgestellt hätte, dann wären diese aufgegriffen worden, bisher gibt es aber keinerlei Beweise, daher gilt auch weiterhin die Unschuldsvermutung", unterstrich Woller.

"Mit dem vorliegenden Akt überführen wir die KÖR GmbH sowie den privaten Verein der Kunsthalle ins Eigentum der Stadt Wien. Zudem beschließen wir die Jahressubvention für die Kunsthalle - die notwendig ist, um schon jetzt die Projekte der nächsten Jahre vorbereiten zu können", betonte Woller. Dazu brauche es Verträgen mit Galerien, Museen oder Sammlern - die, von der ÖVP vorgeschlagenen Monatssubventionen seien daher nicht möglich.

Die Kunsthalle Wien sei nicht nur in Wien ein Hot Spot, sondern auch eine von den wenigen, auch in den USA bekannten, Kunstinstitutionen Österreichs, erklärte Woller. Mit der Überführung der KÖR GmbH sowie der Schaffung einer stadteigenen Kunsthalle GmbH sichere Wien die Zukunft und die Unabhängigkeit dieser Kulturinstitutionen ab. "Die neue Kunsthalle GmbH wird über einen Eigentümervertreter, einen unabhängigen Aufsichtsrat sowie einen provisorischen Geschäftsführer verfügen. Zusätzlich wird eine unabhängige Wirtschaftstreuhänderkanzlei die neue GmbH sowie die medial kolportierten Vorwürfe gegen Gerald Matt prüfen. Ende März wird es einen Bericht geben, der gleichzeitig die Basis für weitere Handlungen sein wird. Sollte sich dabei herausstellen, dass die Vorwürfe gegen Matt nicht halten, wird er seine Position ab 2. April wieder einnehmen", stellte Woller klar.

"Wir wollen nicht Politik in die Kunst bringen, aber bei Institutionen, die ausschließlich mit den Mitteln der Stadt betrieben werden, muss die Stadt auch mitreden können. Die, heute zu beschließend Überführung in stadteigene GmbHs schafft nunmehr die Voraussetzung für eine klare Trennung der Aufgaben und sichert die -für Wien so wichtigen - Leistungen der KÖR und der Kunsthalle ab. Zudem beruhigen wir dadurch die Situation und ermöglichen es den Künstlerinnen und Künstlern, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von KÖR und Kunsthalle wieder in Ruhe zu arbeiten", so Woller abschließend. (Schluss) lok

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